Aktuelle Ausgabe

Aktuelles Trend
Das aktuelle TREND MAGAZIN:
Hier online

Wer ist online

Aktuell sind 30 Gäste Online
Besucher: 9580962
trendmagazin-logo2008-140px.gif
Home arrow TREND Journal arrow Musik arrow WE ARE SCIENTISTS
WE ARE SCIENTISTS
Geschrieben von Cornelia Stauffer, tephan Imobersteg   
Donnerstag, 02. September 2010
Share this!
ERFOLG DURCH POSITIVES DENKEN

Nach ihrem improvisierten Auftritt zu dritt statt zu fünft am «Open Air Gampel» hatte das TREND MAGAZIN das Vergnügen, sich mit CHRIS CAIN, dem Bassisten und Kopf der US-Band WE ARE SCIENTISTS über Musik, Job und trendy Stuff zu unterhalten.


we-are-scientists.jpgTREND MAGAZIN: Hallo CHRIS, danke erst mal für das super Konzert. Es war nicht einfach: Verspätung, weil der Bus nicht durch den Lötschberg ging, dann nur das halbe Equipment dabei, weil in den Kleinbussen nicht alles Platz fand, Soundcheck extrem kurz, euer Schlagzeuger hatte nicht mal die eigenen Drums… – CHRIS CAIN: Vieles ist ein Spass- und Humorfaktor auf der Bühne. Wir funktionieren zum Glück extrem gut, wenn wir uns solchen Herausforderungen stellen müssen. Das ist Musik, das ist Rock’n’Roll. Ausserdem ist es als Trio einfacher, sich einzuspielen, man kann dann mit weniger Equipment ziemlich Gas geben, auch wenn’s nicht immer sehr sauber klingt…
Du spielst auf das Trio an. Kompliment, es hätten vier oder fünf Mann dort oben stehen können und der Sound wäre nicht besser gewesen… – Als Trio können wir live viel besser spielen, aber auch viel schlechter. Wir sind Freunde; vieles auf der Bühne ist positive Thinking und Humor. Wir mögen technisch nicht die beste Band sein, die wunderbar sauber ihr Set rüberbringt. Wir begeistern mit dem Groove, der sich während des Kon­zerts entwickelt. Wenn vier Männer vorne stehen, kann man Verantwortung abgeben und es geht dann nicht mehr gleich ab wie zu dritt.
Euer neues Album heisst «Barbara».  Wie wäre es als weibliches Wesen Barbara? – (Lacht) Mmh… Lass mich nachdenken: Sie wäre unglaublich ehrlich... Sehr sexy – eine der Frauen, die körperlich fit und trainiert sind. Sie wäre auch eine von denen, die gerne offen und leicht mit dir plaudern und sie wäre witzig, spontan und ehrgeizig. – Eine waschechte Traumfrau also? – Nein, überhaupt nicht. Sie wäre bestimmt toll, aber vielleicht für einen Tag, eine Woche. Ich weiss nicht, ob du den Rest deines Lebens mit ihr verbringen möchtest.
Eure zwei ersten Alben waren ja ein riesiger Erfolg in Europa, vor allem in Gross­bri­tannien. Wer hat Euch den Schlüssel zum Er­folg gegeben? – Das war wohl STEVE LA­MARE von RECORD 1. Wir wurden am «South by Southwest», einem Musikfestival in Austin, Texas, entdeckt, wo auch Booker aus Deutsch­land waren. Es folgten Auftritte, Radio­sta­tionen, die uns spielten und viel Glück. In Grossbritannien ist der Musikmarkt ein hart umkämpftes Feld. Viele Bands, die mal einen Hit landeten, sind einige Jahre später von der Bildfläche verschwunden.
Ihr seid jetzt aber schon lange im Business und habt immer wieder Erfolge. – Ja. Viele Bands trennen sich, wenn’s nicht mehr weiter rauf geht oder wenn sie merken, dass Touren und Auftritte zum Job, zur Routine werden. Wir sind Freunde und etwas älter als die 20-jährigen, sicher talentierten Musiker, die nach einem Hit in der Versenkung verschwinden. Wir sind uns bewusst, dass Musikma­chen ein Job ist. Aber ein guter. Dass wir Freunde waren, bevor wir überhaupt Musik ge­macht haben, hilft uns in vielen Situ­ationen.
Ein Klassiker unter den Fragen: Welche Platte würdest Du mit auf eine einsame Insel nehmen? – Puh. Das ist eine harte Nuss (lacht). Spätestens nach einer Woche würde ich nach einer anderen lechzen. Aber ja; wahrscheinlich die neuste von BIG BOI, einem US-Rapper, dessen neues Album ziemlich ausgeklügelt ist. Oder unsere CD «Barbara». Es wäre sicher interessant, sie aus einer ganz anderen Perspektive zu hören.
Von der Insel zum Big Apple: Der «Trend-Spot» in NY; ein Restaurant, Club? – Hm. Es gibt unglaublich viele gute in NY. Du kannst alles haben. Aber wenn du nur eine Nacht hast, geh ins PER SE essen. Es ist so teuer wie ein Viersternhotel, aber es lohnt sich (lacht). Nimm eine Absteige als Zimmer, aber geh ins PER SE essen, es lohnt sich. Ein trendy Club: die MERCURY Lounge bietet tolle Kon­zerte. Oder versuch den BALLERY BALLROOM...


Album: «Barbara»
Live: 7.11., Zürich, ABART
www.wearescientists.com

 
< zurück   weiter >