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Beim Filmfestival von Venedig bleiben 2026 die ganz grossen Namen aus. Dafür werden filmische Werke über die Tech-Branche gezeigt. Auch die Oasis-Brüder Liam und Noel Gallagher könnten erscheinen.
Mit den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig steht eines der ganz grossen Filmfestivals in den Startlöchern. Vom 2. bis 12. September finden sie in diesem Jahr am Lido statt. Die ganz grossen Hollywood-Produktionen fehlen. Doch wie gewohnt wird ein spannendes Programm geboten, wobei 21 Filme im Hauptwettbewerb des Festivals um den Goldenen Löwen konkurrieren.
Robert Pattinson spielt herausfordernde Rolle
Zu den Wettbewerbsbeiträgen zählt unter anderem „Bucking Fastard“ der deutschen Regie-Legende Werner Herzog (83). Rooney und Kate Mara verkörpern darin Zwillingsschwestern, die eine besondere Verbindung teilen.
Der möglicherweise grösste Star im Wettbewerb ist Robert Pattinson (40). Er spielt in „Primetime“ den realen US-Fernsehjournalisten Chris Hansen (66), der mutmassliche Sexualstraftäter mit versteckter Kamera in die Falle lockte. Regie führt der 1996 geborene Lance Oppenheim.
Tech-Milliardär beauftragt Bau eines Bunkers
Starbesetzt ist auch der Thriller „Bunker“ von „The Father“-Regisseur Florian Zeller (47). Hier spielen Penélope Cruz (52) und Javier Bardem (57) ein Ehepaar. Bardems Architekt Miguel wird von einem Tech-Milliardär (Paul Dano, 42) beauftragt, einen unterirdischen Schutzraum zu konstruieren, während seine Ehe in Schieflage gerät.
Ein weiterer Wettbewerbsbeitrag mit Hollywoodstars in den Hauptrollen ist „Wild Horse Nine“ von Regisseur Martin McDonagh („The Banshees of Inisherin“, 56). In der schwarzen Komödie treten unter anderem John Malkovich, Sam Rockwell oder Steve Buscemi auf. Sie verkörpern CIA-Agenten, die in der Zeit des Putsches in Chile 1973 auf die Osterinseln entsandt werden.
Den Wettbewerb eröffnet als Auftaktfilm „Ink“ von „Trainspotting“-Regisseur Danny Boyle (69). Guy Pearce (58) spielt darin Medienmogul Rupert Murdoch (95). Der Film erzählt, wie Murdoch 1969 die britische Zeitung „The Sun“ übernahm und sie zum auflagenstärksten Boulevardblatt Englands machte.
Oasis-Doku ausser Konkurrenz
Eines der hochkarätigsten Projekte wird ausser Konkurrenz am Lido gezeigt: In der Musikdokumentation „Oasis: Don’t Look Back in Anger“ geben die einst zerstrittenen Brüder Liam und Noel Gallagher die ersten gemeinsamen Interviews seit mehr als 25 Jahren. Schon bei der Vorstellung des Festivalprogramms erklärte Direktor Alberto Barbera, dass die Musiker auch persönlich nach Venedig kommen wollen.
Im Drama „Place to Be“, das ebenfalls ausserhalb des Hauptwettbewerbs gezeigt wird, spielen Pamela Anderson (59) und Regisseur Taika Waititi (51) die Hauptrollen – neben Ellen Burstyn (93), der in Venedig auch der Goldene Löwe für ihr Lebenswerk verliehen wird. Diesen Ehrenpreis erhält ausserdem George Clooney (65). Die Hollywood-Ikone ist mit dem Filmfestival von Venedig seit Jahrzehnten eng verbunden.
Ebenfalls ausser Konkurrenz wird in Venedig Wim Wenders‘ (81) neuer Film „From Inside Out – The Architecture of Peter Zumthor“ über das Werk des Schweizer Architekten Peter Zumthor (83) gezeigt.
Alex Gibneys (72) Doku „Musk“ über Elon Musk (55) wird ebenfalls mit Spannung erwartet. Gibney zeichnete in der Vergangenheit für Klassiker des Dokumentarfilms wie „Enron: The Smartest Guys in the Room“ verantwortlich.
Weitere deutsche Künstler in Venedig
In der Sektion Orizzonti sind auch noch einige weitere deutsche Filmschaffende in Venedig vertreten. So zeigt Regisseur Jannis Lenz (43) sein Werk „Oase“ über drei jugendliche Ausreisser. Unter anderem Emilia Schüle, Aaron Altaras und Luna Wedler spielen die Hauptrollen in „Das Mädchen mit der Leica“ der italienischen Filmemacherin Alina Marazzi (61).
Über die Vergabe des Goldenen Löwen entscheidet eine Jury unter dem Vorsitz von Maggie Gyllenhaal (48). Ihr zur Seite stehen unter anderen Johnnie To, Kaouther Ben Hania und Xavier Giannoli.







