„Ad Astra: Zu den Sternen“: Für wen ist Brad Pitts Raumfahrt geeignet?

Brad Pitt als Astronaut Roy McBride in

Quelle: © 2019 Twentieth Century Fox

Ad Astra“ schickt Hollywood-Star Brad Pitt „zu den Sternen“. Aber welche Sci-Fi-Fans wird die bildgewaltige Reise abholen können?

Mit einigen Umwegen wird es der Sci-Fi-Film „Ad Astra“ mit Brad Pitt (55) in der Hauptrolle am 19. September doch noch in die hiesigen Kinos schaffen – ursprünglich sollte er schon im Januar, dann im Mai 2019 auf die Leinwand kommen. Doch dann wurde Fox von Disney geschluckt und der geplante Starttermin gleich mit. Gut, dass es nun doch noch geklappt hat, für alle Weltraum-Fans wird der Streifen aber wohl nicht die erhoffte Science-Fiction-Offenbarung.

Der Film handelt von Ingenieur Roy McBride (Pitt), der widererwartend erfährt, dass sein Vater Clifford (Tommy Lee Jones) noch am Leben sein könnte. Der und seine Crew waren vor 20 Jahren bei einer Weltraummission verschwunden und allesamt für tot erklärt worden. Und mehr noch – steckt Clifford etwa hinter der Entstehung mysteriöser Energiewellen, die sich anschicken, das gesamte Sonnensystem zu bedrohen? Die NASA engagiert daraufhin Roy, um dem Ursprung der Gefahr und der etwaigen Beteiligung seines Vaters auf den Grund zu gehen.

Action garantiert?

Eine ganze Galaxis in Gefahr, Brad Pitt als heldenhafter Astronaut auf Rettungsmission: klingt nach Action und ja, die bietet „Ad Astra“ punktuell auch. Dennoch steht im Zentrum des Films vor allem Pitts emotionale Reise durchs All. Co-Stars wie Liv Tyler oder Donald Sutherland stehen da sehr im Hintergrund, einzig Ruth Negga und Tommy Lee Jones können ihre Leinwand-Anteile abgreifen. Zuweilen kann in Kritiken der Vergleich mit dem Kriegsdrama „Apocalypse Now“ gefunden werden. Treffend, befindet sich auch in „Ad Astra“ die Hauptfigur nicht nur auf einer Reise ins Dunkel, sondern in die eigene Psyche.

Auf ein „Armageddon“ 2.0 sollten sich Kinogänger daher nicht einstellen, eher auf ein ensemblereicheres „Gravity“, das Denkanstösse eines „Solaris“ liefert. Sprich, James Grays Film ist geistreich für einige, zu verkopft für andere Zuschauer. Hinzu kommt eine imposante, wunderschöne Bildsprache und beeindruckende Aufnahmen, die es wahrlich rechtfertigen, „Ad Astra“ auf der grossen Leinwand zu bestaunen.