Der deutsche Musikpreis Echo wagt einen Neuanfang. Eine Entscheidung, die im Netz und bei den Promis gemischte Gefühle ausgelöst hat.
Paukenschlag in der deutschen Musikindustrie! „Den ‚Echo‘ wird es nicht mehr geben“, teilte der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie am Mittwoch mit. „Die Marke Echo sei so stark beschädigt worden, dass ein vollständiger Neuanfang notwendig sei“, heisst es weiter. Ist das die richtige Entscheidung, nachdem sich der Skandal um die Preisvergabe an die Rapper Kollegah (33) und Farid Bang (31) ausgeweitet hatte? Die Promis und das Netz sind geteilter Meinung.
„Ein Hoch auf das was vor uns liegt“
Sänger Andreas Bourani (34) fasste die Neuigkeit positiv auf. Er twitterte in Anlehnung an seinen Hit „Auf uns“: „Ein Hoch auf das was vor uns liegt 🙂 #ECHO #Veränderung“.
Ein Hoch auf das was vor uns liegt 🙂 #ECHO #Veränderung
— Andreas Bourani (@bourani) April 25, 2018
Thomas D (49) von den Fantastischen Vier kommentierte das Ganze auf seinem Twitter-Account hingegen mit folgenden Worten: „Der Echo wird abgeschafft?!?!?! Hahahahahahahahahahahahah“. Das Gelächter im Netz ist durchaus gross.
Der Echo wird abgeschafft?!?!?! Hahahahahahahahahahahahah
— Thomas D (@thomasdofficial) April 25, 2018
„Und das soll jetzt alles vorbei sein?“
Auf dem offiziellen Twitter-Account des Satiremagazins „extra 3“ wurden gleich mehrere Tweets abgesetzt. „Wo findet denn die Mahnwache für den #Echo statt?“, heisst es zum einen.
Wo findet denn die Mahnwache für den #Echo statt?
— extra3 (@extra3) April 25, 2018
Kurz darauf folgte: „Der #Echo wird abgeschafft. Dafür haben #Kollegah und #FaridBang den Echo dann wirklich verdient.“
Der #Echo wird abgeschafft. Dafür haben #Kollegah und #FaridBang den Echo dann wirklich verdient.
— extra3 (@extra3) April 25, 2018
Auf dem offiziellen Twitter-Account der TV-Show „Late Night Berlin“ mit Klaas Heufer-Umlauf wurde das Echo-Aus ebenfalls kommentiert. Zu einem Video-Zusammenschnitt mit dem „Best of Echo 2018“ heisst es: „Und das soll jetzt alles vorbei sein? #Echo“.
Und das soll jetzt alles vorbei sein? #Echo pic.twitter.com/oGQBQxj3Te
— Late Night Berlin (@latenightberlin) April 25, 2018
Auch kritische Stimmen
Neben den zahlreichen spöttischen Reaktionen werden auch kritische Stimmen laut. Eine Twitter-Userin meint: „Wenn man es nicht schafft, Songs mit antisemitischen Inhalten nicht zu prämieren, ist der einzige Weg anscheinend den Preis abzuschaffen #Echo“.
Wenn man es nicht schafft, Songs mit antisemitischen Inhalten nicht zu prämieren, ist der einzige Weg anscheinend den Preis abzuschaffen #Echo
— Carolina Schwarz (@caaaarolina) April 25, 2018
Ähnlich sieht es auch diese Dame: „Anstatt sich mit #Echocaust auseinanderzusetzen, den Fehler einzugestehen, dass sie diesem Pack tatsächlich einen international anerkannten Musikpreis überreicht haben (Verkaufszahlen hin oder her), wird einfach der #EchoAbgeschafft. Dann wird schon Gras drüber wachsen. #Echo“.
Anstatt sich mit #Echocaust auseinanderzusetzen, den Fehler einzugestehen, dass sie diesem Pack tatsächlich einen international anerkannten Musikpreis überreicht haben (Verkaufszahlen hin oder her), wird einfach der #EchoAbgeschafft. Dann wird schon Gras drüber wachsen. #Echo
— Melanie (@Ker8Mel) April 25, 2018
Man darf gespannt sein, wie die konkreten Änderungen aussehen werden – und wie diese dann aufgenommen werden.






