Fritz Karl: Schon beim Gedanken an Hochzeit kriegt er Panikattacken

Fritz Karl spielt den eigenwilligen Anwalt Falk

Quelle: ARD/Kai Schulz

Mit „Falk“ hat Fritz Karl eine gelungene neue Serie am Start, und auch privat läuft es bestens: Vor Kurzem hiess er mit Lebensgefährtin Elena Uhlig das vierte gemeinsame Kind willkommen. Warum trotzdem nicht geheiratet wird, verrät er im Interview.

Anwalt Falk (Fritz Karl) mag weder seinen Beruf noch seine Kollegen sonderlich, ganz zu schweigen von den Mandanten. Lieber würde er sich ganz seinem Restaurant widmen, doch finanzielle Schwierigkeiten zwingen ihn, wieder für seinen ehemaligen Chef zu arbeiten. Der setzt ihn auf die besonders heiklen Fälle an, denn dafür gibt es keinen besseren Mann als Falk.

Am Dienstag (15. Mai um 20:15 Uhr) startet die neue Anwaltsserie „Falk“ mit sechs Folgen im Ersten und überzeugt dank der haarsträubenden Methoden ihres Protagonisten und nicht zuletzt dank des Charmes ihres Hauptdarstellers Fritz Karl (50, „Mein gebrauchter Mann“). Im Interview erklärt der Schauspieler Falks ungewöhnlichen Kleidungsstil, seine Erfahrungen mit Anwälten und warum er und Lebensgefährtin Elena Uhlig (42, „Alles auf Zucker“) trotz mittlerweile vier gemeinsamer Kinder nicht heiraten wollen.

Falk ist eine wirklich ungewöhnliche Figur im deutschen Fernsehen. Wie würden Sie ihn beschreiben?

Fritz Karl: Falk ist ein Dandy, der den Anwaltsberuf eigentlich nicht mag. Deswegen ist er vermutlich auch Restaurantbesitzer geworden, denn er liebt es, ein toller Gastgeber zu sein. Auf der anderen Seite ist er eben doch ein sehr genialer Anwalt mit grossem Erfindungsreichtum. Und in diesem Zwiespalt befindet er sich. Ihn zeichnet aus, dass er empathisch ist: Obwohl er seine Mandanten nicht mag, kann er sich sehr gut in sie hineinfühlen. Der Unterbau ist, dass er wahnsinnige Angst hat, an derselben Krankheit wie sein Vater zu sterben und sich deswegen jede Woche bei seiner Ärztin befindet und ständig in sich hineinhört.

Er hat einen sehr speziellen Kleidungsstil. Wie haben Sie sich in Karowesten und Samtjacketts gefühlt?

Karl: Wunderbar. Ich wollte es ja so. Ich wollte immer schon einen Dandy spielen. Ich habe explizit darum gebeten, ihn als klassischen Dandy anzulegen und dass diese Kleidung ein Spleen von ihm ist, auf den er grossen Wert legt.

Falk steht seiner eigenen Zunft sehr kritisch gegenüber. Welche Erfahrungen haben Sie mit Anwälten gemacht?

Karl: Bis jetzt keine schlechten. Ausserdem ist mein Bruder Anwalt. Ich werde mich also hüten, etwas Schlechtes über diesen Beruf zu sagen. Aber ich glaube, es gibt wie in jedem Beruf unterschiedliche Typen. Von denjenigen, denen man absolut vertrauen kann bis hin zum Winkeladvokaten.

Falk kann sich immer auf seine Assistentin Trulla verlassen. Haben Sie eine Trulla in Ihrem Leben?

Karl: Nein, ich glaube, da würde ich grösste Probleme mit Frau Uhlig bekommen. Wenn, dann ist das die Frau Uhlig selbst.

Würde es Sie reizen, so wie Falk ein eigenes Restaurant zu besitzen? Viele Ihrer Kollegen versuchen sich ja als Gastronom.

Karl: Ja, das ist bei Schauspielern irgendwie immanent, eine Bar oder ein Restaurant aufzumachen. Ich verstehe diese Lust, Gastgeber zu sein. Aber für mich wäre das zu viel Arbeit. Dadurch, dass ich aus einer Gastronomie-Familie komme, weiss ich, wie viel Arbeit drinsteckt, ein Restaurant zu haben. Das ist ein knochenharter Job. Zumindest, wenn man es ernsthaft betreibt und kein Show-Gastronom ist, der nur am Wochenende mal kurz vorbeischaut. Aber so führt man kein Restaurant.

Bei Ihnen ist vor Kurzem Kind Nummer sieben angekommen. Wie chaotisch ist es bei Ihnen zuhause jetzt?

Karl: Nicht mehr und nicht weniger als vorher. Es ist eben noch ein Familienmitglied dazugekommen. Bei uns ist es manchmal sehr chaotisch und manchmal ganz wunderbar, das ganze Spektrum ist vorhanden. Aber wir haben gewusst, worauf wir uns einlassen. Eine Überraschung war es schliesslich nicht.

Sind beim siebten Kind nicht viele Dinge auch langsam Routine?

Karl: Nein, ganz und gar nicht. Wir stellen gerade das Gegenteil fest: Man ist noch aufgeregter und fürsorglicher. Wir wissen ja, dass mit der Hedda – so heisst unsere jüngste Tochter – die Familienplanung abgeschlossen ist. Und da sie unser letztes Kind ist, versuchen wir, gerade diese Baby-Zeit zu geniessen, soweit es geht. Aber Routine gibt es da nicht. Jedes Kind fordert seine ganz eigenen Bedürfnisse ein.

Laut Ihrer Partnerin Elena Uhlig gibt es nach wie vor keine Pläne, zu heiraten. Warum nicht?

Karl: Warum sollten wir? Das steht überhaupt nicht im Raum. Wir sind seit zwölf Jahren zusammen, wir haben vier gemeinsame Kinder, es geht uns gut. Es besteht kein Grund, uns in einen zusätzlichen Stress zu begeben, indem wir eine Hochzeit planen. Um Gottes Willen! Wenn ich schon daran denke, wie viel Arbeit das wäre, kriege ich Panikattacken.

Im Zweifelsfall gäbe es ja zumindest steuerliche Vorteile…

Karl: Wahnsinnig romantisch (lacht). Danke, nein.

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