Quelle: WDR/Ben Knabe
„Die grosse Maus-Show“ feiert ihren 20. Geburtstag. Zum Jubiläum blickt Esther Sedlaczek auf besondere Erlebnisse zurück und verrät im Interview, welcher Moment sie besonders zum Lachen brachte – und warum ihre eigenen Kinder diesmal etwas länger fernsehen dürfen.
„Die grosse Maus-Show“ feiert ihren 20. Geburtstag. Für die Jubiläumsausgabe am 12. September (20:15 Uhr, das Erste) hat sich die Sendung etwas Besonderes einfallen lassen: Neben prominenten Gästen wie Axel Prahl, Beatrice Egli und Wincent Weiss begrüsst Esther Sedlaczek auch einige der „Könner-Kinder“ von damals, die inzwischen erwachsen sind. Im Interview mit spot on news erzählt die Moderatorin, warum sie gerade dieses Wiedersehen berührt, welches Erlebnis sie bei der „Maus-Show“ Tränen lachen liess – und wie streng sie beim Fernsehkonsum ihrer eigenen Kinder ist.
Seit 20 Jahren gibt es „Die grosse Maus-Show“. Wie wird das Jubiläum gefeiert?
Esther Sedlaczek: Auf jeden Fall mit tollen Gästen. Ganz besonders ist aber, dass auch Fragenkinder von damals dabei sind. Es ist schön zu sehen, was in 20 Jahren passiert ist und wie die Fragenkinder ihren Weg und ihren damaligen Traum weiterverfolgt haben. Ich finde, das ist sehr symbolisch und macht die Jubiläumssendung zu etwas ganz Besonderem.
Sie moderieren die „Maus-Show“ seit 2023. Was war für Sie persönlich bisher das grösste Highlight?
Sedlaczek: Wir haben immer tolle Fragen und ganz besondere Kulissen, die sich das Team ausdenkt. Was mir aber immer besonders in Erinnerung bleibt, sind die Generalproben. Da wird wirklich alles einmal komplett durchgespielt, auch die Spiele. Dabei gab es schon viele sehr lustige Momente. Gerade bei den Promispielen, die ja sehr humorvoll aufgezogen und mit lustigen Herausforderungen gestaltet sind. Einmal hatten wir beispielsweise eine Art Spinnennetz, in dem die Prominenten hängen geblieben sind und Schwierigkeiten hatten, wieder herunterzukommen. Da habe ich wirklich Tränen gelacht.
Diesmal ist unter anderem „Tatort“-Star Axel Prahl dabei. Ist er besonders ehrgeizig?
Sedlaczek: Das ist tatsächlich schon das zweite Mal, dass wir ihn dabeihaben. Er ist ein cooler Typ, hat einen herrlich trockenen Humor und ist sehr sympathisch. Und ja, die Aufgaben nimmt er immer sehr ehrgeizig an. Das ist einfach eine tolle Mischung. Ich mag ihn auch als Charakter im Münsteraner „Tatort“ sehr gerne, aber den Menschen Axel Prahl mag ich ungleich lieber. Es ist immer schön, ihn in der Sendung zu haben.
Die Show funktioniert für Kinder, Eltern und Grosseltern. Wie schaffen Sie es, dass sich keine Generation langweilt?
Sedlaczek: Das Schöne an der Sendung ist, dass vermeintlich einfache Fragen oft gar nicht so leicht zu beantworten sind. Und das, was uns Erwachsenen irgendwann ein bisschen abhandenkommt, ist diese Neugier und die Unbefangenheit, vermeintlich einfache Fragen einfach zu stellen. Kinder haben diese Hemmung nicht. Deshalb ist es für Erwachsene genauso spannend. Jeder geht aus der Sendung auf jeden Fall ein bisschen klüger wieder raus, als er hineingegangen ist. Auch ich konnte selten Kinder-Fragen in der Sendung erklären.
Sie haben beruflich immer wieder mit völlig unterschiedlichen Formaten zu tun – von grossen Sportereignissen wie der Fussball-WM bis zum Familienformat „Die grosse Maus-Show“. Wie gross ist der Spagat für Sie?
Sedlaczek: Für mich ist das kein grosser Spagat. Ich lasse mich einfach auf jede Situation so ein, wie sie ist, und ich freue mich auf die Aufgaben. Deshalb ist es für mich eher ein Genuss, immer wieder neue Aufgaben anzunehmen – egal, ob es ein grosses Ereignis wie Olympia oder zuletzt die Fussball-WM ist oder „Die grosse Maus-Show“. Die ist natürlich sehr intensiv und bedeutet mehrere intensive Tage Vorbereitung und Dreh. Ein grösseres Umschalten erfordert es für mich aber nicht.
Sie moderieren auch Preisverleihungen wie den „Blauen Panther“ oder zuletzt die „Goldene Henne“. Das bedeutet auch beim Styling eine grosse Bandbreite. Macht Ihnen das Spass?
Sedlaczek: Auf jeden Fall, aber ich bin auch sehr froh, dass ich das nicht selbst machen muss. Es ist schön, Menschen zu haben, die sich um das Styling kümmern und ein gutes Gespür dafür haben. Dann kann ich einfach sagen: „Ja, gefällt mir“ oder „Nein, gefällt mir nicht“. Das ist der sehr entspannte Teil dieses Jobs.
Und zum Schluss: Dürfen Ihre eigenen Kinder die „Maus-Show“ anschauen?
Sedlaczek: Sie haben schon mal eine gesehen, aber bis zum Schluss dürfen sie sicher nicht schauen. Wir sagen normalerweise: bis ungefähr 21 Uhr. Natürlich gibt es da ein bisschen Spielraum.
Und wie finden sie es, ihre Mama im Fernsehen zu sehen?
Sedlaczek: Grundsätzlich finden sie es natürlich immer toll, wenn sie Mama sehen. Das Schöne an der „Maus-Show“ ist, dass es relativ schnell mit den Experimenten und den Fragen losgeht. Das ist spannend für Kinder, auch unsere verfolgen es aufmerksam.







