i-wear: Das kann und kostet die „smarte Kleidung“

Box-Legende Rocky Balboa (Sylvester Stallone) trainiert Jungspund Adonis Johnsohn/Creed (Michael B. Jordan). Ob Smart Clothes das Trainig erleichtern würden?

Quelle: imago/Cinema Publishers Collection

Smartphones, Smartwatches und jetzt Smart Clothes – nicht nur unsere Geräte werden intelligenter, auch unsere Kleidung soll schlauer werden. Von smarten Shirts, über schlaue Socken bis hin zu intelligenten Handschuhen ist alles dabei.

Der Markt der „intelligenten Produkte“ wächst stetig. Der Kühlschrank teilt uns via App mit, dass die Milch alle ist. Alexa sucht für das „Home-Date“ die passende Musik und sogenannte i-wear soll uns bei Gesundheit, Sicherheit und Kommunikation auf das nächste Level heben. Aber was ist dran bzw. drin bei der smarten Kleidung?

Für all diejenigen, die noch nie davon gehört haben oder sich nichts darunter vorstellen können: Smart Clothes sind Kleidungsstücke, die mit Elektronik ausgestattet sind. Anders als herkömmliche Funktionskleidung liegt der Fokus hier nicht auf den Materialien und deren Eigenschaften. Vielmehr ist i-wear die Weiterentwicklung zu Smartwatch, Fitnessarmbändern und Co. Die Elektronik ist dabei in die Kleidung eingearbeitet und kann per Web-Anwendung gesteuert werden.

Smarte Shirts und schlaue Socken

Auf den ersten Blick eignen sich Smart Shirts am besten für den Fitness- und Sportbereich. Eingewebte Sensoren übermitteln beim Joggen oder Radfahren Daten zum Blutdruck, Puls, Kalorienverbrauch und der Herzfrequenz an das Smartphone. Bei einigen Modellen sind sogar Beschleunigungssensoren eingenäht oder aber GPS. Smart Shirts können aber auch bei Bedarf Warnungen oder einen Notruf absetzen. Gerade ältere Menschen oder Patienten können davon profitieren.

Diabetikern könnten Smart Socks zugutekommen. Die Elektronik sammelt Daten des Trägers wie Temperatur, Druck und Gelenkwinkel der Füsse. Gerade Diabetiker haben häufig mit Gelenkproblemen und Entzündungen zu kämpfen. Durch regelmässige Messung der Temperatur werden die Träger über Temperaturanstiege informiert, die vielleicht auf eine mögliche Entzündung hinweisen.

Ganz billig sind die Hightech-Strümpfe allerdings nicht. Die günstigsten Modelle beginnen bei rund 60 Fanken. Übrigens gibt es solche Socken auch für Babys. Sie sollen beim Monitoring unterstützen, indem sie Schlafunregelmässigkeiten aufzeichnen und die Herzfrequenz überwachen.

Neben smarten Shirts und schlauen Socken gibt es auch Handschuhe, die durch Nanotechnologie erkennen, wenn die Finger zu kalt sind. Durch Drähte leiten sie entsprechend Wärme an diese Stellen. Auch hier ist der Preis heiss: Über 400 Franken sollen Modelle kosten. Fazit: Schlaue Kerlchen sind die Smart Clothes auf alle Fälle, wirklich bezahlbar allerdings noch nicht.