„Der Dschungel“: Corona-Ausbruch in Fleischfabrik wird zur Serie

Die Zustände in deutschen Schlachthöfen sorgen in den vergangenen Wochen für Negativschlagzeilen.

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Der Corona-Ausbruch bei Tönnies und die Zustände in der deutschen Fleischindustrie sorgen nicht nur für Schlagzeilen, mit „Der Dschungel“ soll sogar eine fiktive Mini-Serie darüber entstehen.

Der Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies und die Zustände in der deutschen Fleischindustrie sollen als Grundlage für eine TV-Serie dienen. Wie die Produktionsfirma UFA mitteilte, entwickeln „Deutschland 83“-Macher Jörg Winger (51) und TNT Serie die vierteilige Miniserie „Der Dschungel“.

Das Setting der Serie knüpft an die Diskussion um die Verhältnisse beim Fleischunternehmen Tönnies in dessen Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück an. Hier hatten sich über tausend Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Die Handlung dreht sich um drei Familien in einer „unscheinbaren Kleinstadt“ in Nordrhein-Westfalen, die alle mit einer modernen Fleischfabrik in Verbindung stehen. In dem Betrieb und dessen Umfeld kommt es zu einem Covid-19-Ausbruch. Die Familien sollen vor und nach dem Ausbruch begleitet werden, so die Macher.

Stoff hat gesellschaftliche Relevanz

„In einer Fleischfabrik bündeln sich Themen wie ökonomische Ungleichheit, Migration, industrielle Arbeitsbedingungen, Gesundheitspolitik und Klimawandel wie unter einem Brennglas. Globale Probleme spiegeln sich hier im Lokalen. Wir sind überzeugt, dass dieser Stoff mit seiner emotionalen Kraft und gesellschaftlichen Relevanz das Zeug dazu hat, einen differenzierten Beitrag zur öffentlichen Debatte zu leisten“, erklärt Jörg Winger in einem Statement dazu.

Wann die Serie ausgestrahlt werden soll, ist bislang noch nicht klar.