„Downsizing“: Matt Damon lässt sich schrumpfen

Matt Damon (l.) lässt sich in

Quelle: 2017 Paramount Pictures. All Rights Reserved.

In „Downsizing“ hofft Matt Damon auf ein besseres Leben als Winzling. Kann der Schauspieler auch in geschrumpfter Grösse überzeugen?

Matt Damon (49, „Jason Bourne“) wird freiwillig zum Winzling. Im Film „Downsizing“ (2017) lässt sich der Schauspieler auf eine Körpergrösse von circa zwölf Zentimeter schrumpfen. Er erhofft sich davon, die Erde zu retten und ein glücklicheres Leben zu führen. Ob ihm das gelingt, gibt es nun im deutschen Fernsehen zu sehen. „Downsizing“ feiert am Sonntag (12. Juli) Free-TV-Premiere (20:15 Uhr, Sat.1). Lohnt sich das Einschalten?

Darum geht es in „Downsizing“

Die Ressourcen der Erde neigen sich dem Ende. Um das Problem der Überbevölkerung zu lösen, haben norwegische Wissenschaftler eine Methode entwickelt, mit der sie Menschen schrumpfen können. Ein 12 Zentimeter kleiner Mensch verbraucht schliesslich weniger Wasser, Luft und Nahrung als ein grosser. In der Hoffnung auf ein glücklicheres und finanziell abgesichertes Leben in einer besseren Welt entscheiden sich Paul Safranek (Matt Damon) und seine Frau Audrey (Kristen Wiig) ihr Glück in einer neuen „geschrumpften“ Gemeinde zu suchen. Eine Entscheidung, die ein lebensveränderndes Abenteuer bereithält…

Als Mini-Mensch glücklich(er) die Welt retten?

„Downsizing“ vereint verschiedene Themen. Es geht einerseits um Überbevölkerung und Umweltschutz, andererseits um Selbstfindung, Freundschaft und Liebe. Und darum, dass man auch im Kleinen Grosses bewirken kann. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Film das Schrumpfen von Menschen thematisiert. In „Downsizing“ geschieht dies unter dem Deckmantel des Wohles der Menschheit und zur Rettung des Planeten.

Matt Damons Figur wiederum hofft zunächst, als kleiner Mensch sich und seiner Frau ein besseres und komfortableres Leben ermöglichen zu können. Das Schrumpfen lässt ihr Vermögen und ihre Besitztümer exponentiell steigen. Plötzlich können sie sich Luxusgüter leisten. Aber ob sie damit glücklicher werden?

Zu den Highlights des Films zählen die Vorbereitungen auf das Schrumpfen und der Prozess an sich. Dabei muss auch ein Matt Damon Haare lassen. Szenen in denen kleine und grosse Menschen aufeinander treffen, sind besonders gut gemacht. Die Grössenunterschiede sind sehr unterhaltsam. Sobald der Zuschauer komplett in der geschrumpften Welt angekommen ist, fallen die Differenzen nur mehr vereinzelt auf, was schade ist. Damit hätte man womöglich noch ein bisschen länger spielen können.

In der Miniatur-Welt übernehmen Christoph Waltz (63, „Inglourious Basterds“) und Hong Chau (*1979) das Zepter. Beide sorgen für jede Menge Lacher und unterbreiten Matt Damons Figur unterschiedliche Sichtweisen auf sein neues Leben als Mini-Mensch. Waltz‘ russischer Charakter liebt den Reichtum, dem ihm das Schrumpfen beschert hat und feiert dies in Saus und Braus. Hong Chaus Figur offenbart wiederum, dass es auch in der Mini-Welt eine Kluft zwischen arm und reich gibt, aber auch hier Nächstenliebe gross geschrieben werden sollte.

Fazit

„Downsizing“ ist unterhaltsam, will aber etwas zu viel. Überbevölkerung und Klimawandel sind aktueller denn je, aber es werden zu viele Themen angerissen. Denn im Lauf des Plots schwingt dann noch ein Hauch Sozialdrama und eine Liebesgeschichte mit. Manchmal ist weniger bekanntlich mehr. Etwas, das sich jeder fragen kann, gerade in der aktuellen Lage: Wie weit würde ich selbst gehen, um die Welt zu retten? Und was tue ich selbst, um die Erde zu schützen? Dafür muss man kein Winzling sein.