Bayerischer Friseurverband fordert Mehrwertsteuersenkung

Der Besuch beim Friseur ist seit dieser Woche wieder möglich.

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Zum Jahreswechsel stieg die Mehrwertsteuer wieder an. Der bayerische Friseurverband fordert für seine Branche nun eine gesonderte Senkung auf sieben Prozent.

Seit Montag (1. März) dürfen Friseurbetriebe unter bestimmten Schutz- und Hygienevorgaben wieder öffnen. Allerdings müssen sich Kunden vielerorts auf Preiserhöhungen einstellen, auch aufgrund des Anstiegs der Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent zu Beginn des Jahres. Der Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks hält nun eine gesonderte Mehrwertsteuersenkung auf sieben Prozent für Friseurdienstleistungen für „dringend notwendig“.

Mit einer entsprechenden Massnahme könne die Bundesregierung „Friseurkunden und -unternehmer gleichermassen entlasten“, sagt Doris Ortlieb, die Geschäftsführerin des Verbands, der Nachrichtenagentur spot on news. Insbesondere „in der Zeit nach der Corona-Krise“ verspreche eine Mehrwertsteuerreduzierung „einen hohen gesamtwirtschaftlichen Nutzen“. „Neben der Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen würden durch eine niedrigere Mehrwertsteuerlast der Anreiz zur Schwarzarbeit stark gemindert und die steuerpflichtigen Umsätze steigen.“ Mittelfristig refinanziere sich die Massnahme selbst, erklärt Ortlieb.

Viele Gründe für Preiserhöhungen in Friseursalons

Konkrete Zahlen zu gestiegenen Preisen für Dienstleistungen in Friseursalons liegen dem Verband derzeit nicht vor. Gründe für Erhöhungen gibt es dennoch genug. Neben der gestiegenen Mehrwertsteuer nennt der Verband konkret „Ausgaben für erhöhte Schutz- und Hygieneauflagen für die Wiedereröffnung, Preiserhöhungen bei Produkten wie Shampoo, Haarfarben und Werkzeugen“ sowie „gestiegene Stundenlöhne und Ausbildungsvergütungen“ als massgebliche Faktoren. Unternehmern bliebe deshalb nichts anderes übrig, als die Preise neu zu kalkulieren.