Da bläst er! Schon Captain Ahab war auf der Jagd nach Walen. Heute zieht es jählrich Tausende Touristen zum Whale-Watching auf's Meer - ganz ohne Harpune

Quelle: Shutterstock.com/ Chase Dekker

Meeresakrobaten

Jump into Ireland – auf Walsafari im wilden Südwesten der Grünen Insel

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Einfach mal abtauchen! Wenn das nicht geht, kann man anderen dabei zuschauen, die das wirklich gut können. Beim Whale-Watching in Irland ist man den Dickhäutern des Meeres ganz nah. Hast du schon einmal einen Mondfisch gesehen? Oder einem Buckelwal ins Auge geschaut? Na dann wird es Zeit!

Fast jeder kennt die „Big Five“ einer Afrika Safari: Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard. Wen es nicht in das heisse Afrika zieht, für den ist Irland eine echte Alternative. Denn die „Grossen Fünf“ ganz anderer Art trifft man hier nicht zu Land, sondern zu Wasser!

30’000 Kilo geballte Eleganz

Vom springfreudigen Buckelwal über verspielte Delfine bis hin zum ungewöhnlichen Mondfisch, sie alle wandern wieder Richtung irische Gewässer. Deshalb zieht es in den letzten Jahren vermehrt Touristen auf’s Schiff, um die Dickhäuter des Meeres aus nächster Nähe in Augenschein zu nehmen. Schon vor über 25 Jahren erklärte die irische Regierung die heimischen Gewässer zum Schutzgebiet, weshalb die Schwärme von Plankton, Krill und Heringen wieder grösser wurden – ein reich gedeckter Tisch für Wal und Co.

Wer zum Whale-Watching nach Irland fährt, hat eigentlich das ganze Jahr über Chancen, die Tiere anzutreffen. Bislang wurden 24 Arten von Meeressäugern vor der Küste Irlands gesichtet, darunter Zwergwale, Finnwale und Buckelwale. Allerdings kommen nicht alle Arten gleichzeitig: Während man Delfine, Riesenhaie und Mondfische vornehmlich von Januar bis August bestaunen kann, kehren Buckel- und Finnwale erst wieder ab September zurück, bleiben dafür aber dann bis ins neue Jahr.

Wo sind die besten Plätze?

Bei etwas ruhigerem Seegang startet es sich zum Whale-Watching in Carrigaholt in der Grafschaft Clare besonders gut. Hier leben rund 160 Tümmler, die sich auch regelmässig sehen lassen. Auch Finn- und Zwergwale sind hier anzutreffen.

Gerade bei Sonnenuntergang ist eine Bootsfahrt vor der Küste von West Cork ein beeindruckendes Erlebnis: Hier bieten sich an Sommerabenden gute Chancen, an Irlands Südküste auftauchende Wale zu beobachten – und einen wunderschönen Sonnenuntergang gibt’s gratis dazu!

Wer gerne einen Orca zu Gesicht bekommen möchte, sollte es an der Küste von Inishowen versuchen. Vor dem benachbarten Londonderry wurden die auffälligen schwarz-weissen Säugetiere schon häufig beobachtet. Lassen sich die Meeressäuger nicht blicken, sorgt die einzigartig schöne Küste dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

Robben, Tölpel und Papageientaucher

Daneben sind die Gewässer vor dem Südwesten der grünen Insel Heimat von standorttreuen Delfin- und Robbenbeständen, die man das ganze Jahr über mit hoher Zuverlässigkeit beobachten kann. Gleiches gilt für eine Reihe von Seevögeln, darunter Tölpel, Kormorane oder die beliebten Papageientaucher.

Bevor es auf’s Schiff geht, muss aber erst einmal der Flieger bestiegen werden. Cork z. B. wird aus Frankfurt, Berlin, Düsseldorf und München innerhalb von zwei Stunden erreicht. Vielleicht hat man ja das Glück, schon vom Flugzeug aus einen Meeresgiganten zu erspähen, ganz nach dem Motto: „Da bläst er!“

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Kategorie: Lifestyle, Reisen

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