Die richtige Ernährung in den Wechseljahren

Ernährung in den Wechseljahren

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Irgendwann erreicht jede Frau die Wechseljahre und muss sich mit den ganz natürlichen Veränderungen in ihrem Körper auseinandersetzen. Welche Begleiterscheinungen bei einer solchen Umstellung auftreten, hängt vom jeweiligen Typ ab. Viele Frauen über 40 erleben zum Beispiel Schweissausbrüche oder eine Gewichtszunahme. Diese Symptome sind natürlich unangenehm, lassen sich mit der richtigen Ernährung jedoch zu einem gewissen Grad regulieren.

Ausreichende Nährstoffversorgung

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass der Körper mit zunehmendem Alter weniger Energie benötigt. Das heisst, dass sich der tägliche Kalorienbedarf je nach Lebensstil um ein paar hundert Kalorien verringert. Gleichzeitig steigt jedoch der Bedarf an wichtigen Nährstoffen. Aus diesem Grund sollten Frauen in den Wechseljahren zu Lebensmitteln greifen, die eine geringe Energie-, aber erhöhte Nährstoffdichte haben. Dazu gehören vor allem Gemüse, Salate, Vollkornprodukte und mageres Fleisch. Wer sich bei seiner Kalorienmenge nicht einschränken will, sollte auf jeden Fall mehr Bewegung in den Alltag integrieren.

Manche Ernährungsexperten plädieren für eine vegane Ernährung in den Wechseljahren. Hier sollte eine Umgewöhnung jedoch langsam und am besten unter ärztlicher Aufsicht oder mithilfe eines Ernährungsberaters erfolgen. Denn es ist überaus wichtig, auf eine ausreichende Menge an Vitalstoffen wie Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen zu achten, wenn tierische Produkte plötzlich wegfallen. Manche Studien weisen übrigens darauf hin, dass Sojaprodukte wie Tofu oder Miso möglicherweise einen lindernden Effekt bei Wechseljahresbeschwerden wie Schweissausbrüchen haben.

Kräuter gegen Hitzewallungen

Frauen, die regelmässige Hitzewallungen erfahren, können diesen mit natürlichen Kräutern Einhalt gebieten. So ist bekannt, dass die Blätter des Salbeis den Körper kühlen und die Temperatur so in Schach halten. Dies ist dank der enthaltenen ätherischen Öle möglich. Besonders die Salbeipflanze ist bei der Schweissregulierung äusserst effektiv. Das Kraut bremst nämlich die Schweissbildung bereits in den Nervenenden der Schweissdrüsen – und das um bis zu 50 Prozent. Nicht umsonst gilt Salbei auch als das „Deodorant der Natur“. Dabei kann das Heilkraut innerlich und äusserlich angewendet werden.

Wer viel schwitzt und dadurch viel Wasser verliert, muss unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Am besten eignen sich hierzu stilles Wasser und ungesüsste Tees. Unter Umständen ist es auch notwendig, scharfe Gewürze zu vermeiden, da diese die Hitzewallungen noch intensivieren können. Gleiches gilt ebenfalls für sehr heisse Suppen und Getränke. Beruhigende, lauwarme Tees wie Pfefferminztee sorgen hingegen dafür, dass der Körper kühl gehalten wird, und fördern zudem eine positive Stimmung.

Entwässernde Lebensmittel vermeiden

Gemüse und Obst sind voller Nähr- und Ballaststoffe und helfen dabei, das Gewicht zu halten und gesund zu bleiben. Bei der Zubereitung von Gemüse ist eine schonende Garung bei niedrigen Temperaturen immer besser, da so viele wichtige Vitamine erhalten bleiben. Frauen, die jedoch unter wechseljahresbedingter Blasenschwäche leiden, sollten harntreibende Lebensmittel eher meiden und einer ihre Ernährungsweise entsprechend anpassen. Zum Beispiel gelten Wassermelonen und Kartoffeln als besonders entwässernd und sollten daher nur mit Vorsicht genossen werden.

Vitamin D

Ab einem gewissen Alter steigt für Frauen auch das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Darunter versteht man eine chronische Erkrankung, bei der die Knochendichte immer weiter abnimmt. Im schlimmsten Fall kann dies zu Knochenbrüchen und einem instabilen Skelett führen. Um den Erhalt der Knochenmasse zu fördern, sollten gefährdete Personen auf Vitamin-D-haltige Lebensmittel wie Hering, Makrele, Eier und Pilze setzen. Auch Nüsse und pflanzliche Öle enthalten das lebenswichtige Vitamin, das durch das Sonnenlicht in der Haut synthetisiert wird.

Bei all den Veränderungen heisst es jedoch: Ruhe bewahren. Hat frau die Symptome erstmal durch die richtige Ernährung im Griff, kann sie weiterhin ein dynamisches und unbeschwertes Leben führen. Denn schliesslich wissen wir spätestens seit Lifestyle-Ikone Gwyneth Paltrow: „40 ist das neue 30“.