Keine erholsame Nachtruhe? Deshalb schlafen wir schlecht

Finanzielle Sorgen können zu Schlafstörungen führen.

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Ausreichend zu schlafen, ist wichtig für Gesundheit und Psyche. Eine aktuelle Umfrage hat jedoch ergeben, dass mehr als 50 Prozent der Befragten ihren Schlaf als schlecht bewerten. Was sind die Ursachen?

Von einer erholsamen Nachtruhe können viele nur träumen. Tatsächlich empfindet laut einer aktuellen Umfrage für Turn on, dem Technik-Magazin von Saturn, nicht einmal jeder Zweite seinen Schlaf als gut. Demnach schlafen nur 13 Prozent der Befragten tief und fest, 33 Prozent meistens gut.

Dabei ist ein erholsamer Schlaf wichtig für die Leistungsfähigkeit und die Stärkung des Immunsystems – gerade in der aktuellen Corona-Situation. Das Schlafbedürfnis fällt von Mensch zu Mensch zwar unterschiedlich aus, jedoch gelten sechs Stunden oder weniger Schlafmedizinern zufolge als zu wenig. Laut der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar trifft das aber auf 29 Prozent zu.

Für diejenigen, die anfällig für Infekte sind, sind sieben bis acht Stunden Schlaf besonders wichtig, so Mediziner. Laut der Umfrage erfüllen das 29 Prozent der Befragten. Fast jeder Zwölfte schläft sogar mehr als acht Stunden.

Beziehung fördert den Schlaf

Darüber hinaus hat die Umfrage ergeben, dass nur etwa 40 Prozent der befragten Frauen einen guten Schlaf haben. Bei den Männern sind es immerhin 52 Prozent. Dabei ist guter Schlaf keine Frage der Partnerschaft, auch wenn Schnarchen und andere Schlafgeräusche des Partners 15 Prozent der Befragten am Ein- beziehungsweise Durchschlafen hindern.

Ohne Partner schlafen viele allerdings noch schlechter. Nur 34 Prozent der befragten Singles empfinden ihren Schlaf als gut, dagegen 52 Prozent der Personen, die in einem Haushalt mit mindestens vier Personen leben.

Fester Job, fester Schlaf

Auch finanzielle Sorgen können den Schlaf rauben. Das bestätigt die Studie, bei der die Meinungsforscher von Kantar 1.006 Menschen im Alter ab 14 Jahren befragt haben. So schlafen 48 Prozent der Berufstätigen gut, bei Personen ohne Job sind es 43 Prozent.

Auch das Haushaltseinkommen spielt eine Rolle: Nur 21 Prozent der Befragten, die mit einem tiefen Einkommen auskommen müssen, schlafen gut. Bei denen mit einem hohen Haushaltseinkommen sind es 68 Prozent.

Die richtige Temperatur – und was sonst noch hilft

15 Prozent der Befragten finden es beim Einschlafen zu warm oder zu kalt. Bei denjenigen mit schlechtem Schlaf ist es sogar jeder Vierte. 56 Prozent aller Befragten brauchen ein angenehm kühles Klima, 19 Prozent ein warmes.

Damit ein guter Schlaf gelingt, empfehlen Experten das Handy vor dem Einschlafen wegzulegen sowie TV und Notebooks auszuschalten. Auch durchzulüften ist vor dem Schlafengehen wichtig – eine Raumtemperatur von 17 Grad ist optimal. Wer in einer Beziehung ist, darf sich im Bett gern an seinen Partner kuscheln, doch Achtung: Jeder sollte dabei seine eigene Bettdecke haben. So gibt es keinen Streit, der ebenfalls für einen schlechten Schlaf sorgen kann. Der Magen sollte vor dem Einschlafen nicht zu leer, aber auch nicht zu voll sein. Zudem sollte man Aufregung am Abend vermeiden.