Sodbrennen auf natürliche Weise bekämpfen

Sodbrennen hängt überwiegend mit falscher Ernährung zusammen.

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Die Beschwerden lästigen Sodbrennens lassen sich auf natürliche Weise lindern. Ernährungsexpertin Franziska Rubin erklärt die besten Mittel.

Sodbrennen nach einer üppigen Mahlzeit vom Lieferservice? Davon ist mittlerweile jeder fünfte Erwachsene betroffen, weiss Franziska Rubin, Autorin von „Die besten Hausmittel: Was wirklich hilft“. Schuld daran sei die „bei uns vorherrschende Ernährung“. Um dem sauren Aufstossen entgegenzuwirken, setzen viele auf die altbewährten Kautabletten. Dabei lässt sich Sodbrennen auch mit natürlichen Lebensmitteln und Pflanzen bekämpfen.

Leinsamen und Kartoffelsaft

„Aus der Naturheilkunde helfen die Inhaltsstoffe verschiedener Heilpflanzen und Lebensmittel, die Säure zu neutralisieren und die Schleimhäute zu beruhigen“, erklärt Rubin im Interview mit der Redaktion. So würden zum Beispiel Leinsamen und Kartoffelsaft Abhilfe verschaffen.

„Leinsamen enthalten Schleimstoffe, die sich schützend auf die Magen- und Darmschleimhaut legen und Sodbrennen und Schleimhautentzündungen lindern“, sagt die Ärztin. „Um Schleimstoffe freizusetzen, benötigen Sie geschrotete Leinsamen. Die können Sie über Ihr Müsli streuen oder in den Kamillentee geben. Trinken Sie reichlich beim Verzehr.“

Kartoffelsaft neutralisiere die Magensäure, da er stark basenüberschüssig sei. Diesen gibt es im Reformhaus, mit einem Entsafter könne man ihn auch selbst herstellen. „Kurmässig über drei Wochen zweimal täglich bis zu 100 Milliliter trinken“, empfiehlt Rubin. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM), auf die Rubin regelmässig zurückgreift, rät ausserdem zu dem Verzehr von „Kohlrabi, Rettich, Milch, Sojasprossen, Tomaten, Bananen, Kartoffeln und Erdnüssen, um Sodbrennen zu mildern“.

Sodbrennen vorbeugen

Die Ernährung spiele bei Sodbrennen eine wichtige Rolle, erklärt Rubin. „Sodbrennen wird nach chinesischer Anschauung von Lebens- und Genussmitteln wie Kaffee, Zigaretten, Schokolade, Alkohol oder scharfen Gewürzen verursacht. Isst man ausserdem zu üppig, bleibt das Essen zu lange im Magen und gärt. Es entsteht eine schlechte Feuchtigkeit“, erklärt die Expertin.

Um Sodbrennen vorzubeugen, empfiehlt Rubin, „von Wurst, die viel verstecktes Fett enthält, sowie Rind und Schweinefleisch lieber auf Geflügelprodukte und Fisch umzusteigen. Diese sind eiweissreicher“.