Umweltschutz im Alltag: 7 einfache, aber wirkungsvolle Tipps

Umweltschutz im Alltag: 7 einfache, aber wirkungsvolle Tipps

Quelle: Fotlia.com / lovelyday12

Der Klimawandel, das Abschmelzen der Polkappen und andere Folgen der Umweltverschmutzung durch die Menschen sind aktuell ein hochbrisantes Thema. Das Bewusstsein um die Bedeutung des Umweltschutzes steigt – endlich.

Dies führt einerseits dazu, dass die Verbraucher von Unternehmen wie Netflix fordern, bei ihren Tätigkeiten auf Umweltfreundlichkeit zu achten. Andererseits gehen sie auch selbst mit dem Thema in ihrem Alltag sensibler um. Sie berücksichtigen beim Kauf von Kosmetik beispielsweise, ob es sich um echtes oder künstliches Palmöl handelt. Sie wechseln vom Grundversorger zu einem umweltfreundlichen Stromanbieter. Oder sie vermeiden, vor allem kurze, Autofahrten. Es gibt viele Wege, um den Umweltschutz im Alltag umzusetzen und jeder Mensch macht dabei zwar einen kleinen, durchaus aber wichtigen Unterschied. Leider ist dieses Bewusstsein aber noch nicht bei allen Verbrauchern angekommen. Viele wettern gegen die Industrie und Politik, anstatt selbst als gutes Beispiel voranzugehen. Es gibt nämlich viele Möglichkeiten, den Umweltschutz mit einfachen Massnahmen im Alltag umzusetzen, ohne viel Zeit, Geld oder Energie investieren zu müssen – und ohne die Notwendigkeit des Verzichts auf gewohnten Luxus. Aber wie?

1. „Richtig“ Auto fahren

Mehr als 60 Millionen Fahrzeuge sind in Deutschland registriert und somit regelmässig auf den Strassen unterwegs. Hinzu kommen LKW, Wohnmobile, PKW & Co aus dem Ausland. Somit ist der Strassenverkehr für rund 20 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. Das ist nicht nur für die Umwelt verheerend, sondern auch für die Gesundheit der Menschen. Stichwort: Feinstaubbelastung. Autos stossen neben Kohlendioxid zudem Schwefeldioxid, Feinstaub, Stickstoffoxid sowie gesundheitsschädliche organische Verbindungen aus. Wer also weniger oder überhaupt nicht mehr mit dem Auto fährt, tut der Umwelt sowie seiner eigenen Gesundheit einen grossen Gefallen. Wer kann, sollte regelmässig stattdessen zum Fahrrad greifen, zu Fuss gehen oder wenigstens auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen. Allerdings ist das nicht immer möglich. Viele Menschen möchten zudem nicht auf den gewohnten Luxus verzichten. Dennoch sollte dann wenigstens auf neuere Modelle zurückgegriffen werden, denn diese stossen deutlich weniger Schadstoffe aus als alte PKW. Verzichtet werden sollte zudem auf Dieselfahrzeuge. Am besten wäre natürlich der Kauf eines umweltfreundlichen Elektroautos.

2. LED-Lampen kaufen

Energiesparlampen geniessen einen schlechten Ruf. Ihr Licht sei kalt und bei Bruch würden sie gefährliche Substanzen wie Quecksilber freisetzen, heisst es. Tatsächlich sind die Alternativen zur klassischen Glühbirne nur begrenzt umweltfreundlich. Seit dem Verbot dieser herkömmlichen Glühbirnen denken allerdings viele Verbraucher, sie hätten keine andere Wahl als die vermeintlich umweltfreundliche Energiesparlampe. Das ist falsch! LED-Lampen bieten eine deutlich grössere Spannbreite an Farbtemperaturen und eine hohe Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren. Sie enthalten keine Giftstoffe, die bei Bruch oder der Entsorgung freigesetzt werden könnten, und sind zudem sofort hell. Schlussendlich haben LED-Lampen viele Vorteile gegenüber Energiespar- oder Halogenlampen – und sind somit, nicht nur im Sinne der Umwelt, die beste Wahl für die heimische Beleuchtung.

3. Regional essen

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Quelle: Fotlia.com / Jacob Lund

Ein grosses Problem für die Umwelt stellt auch die Verschmutzung durch LKW, Schiffe, Flugzeuge & Co dar, welche Lebensmittel über Kontinente hinweg transportieren – nur, damit deutsche Verbraucher im Supermarkt Bananen aus Brasilien oder Erdbeeren aus Spanien kaufen können. Zudem stehen die Ozeane kurz vor dem Kollaps – was neben der Verschmutzung durch (Mikro-) Plastik und anderen Problemen auch an der Überfischung liegt. Wer also stattdessen regional isst und lieber Süsswasserfische vom See um die Ecke wählt als den Thunfisch von der Ladentheke, tut der Umwelt einen grossen Gefallen. Experten raten sogar, vollständig auf Fisch sowie Meeresfrüchte zu verzichten und das lebenswichtige Jod stattdessen aus Milchprodukten, Mineralwasser oder Vollkornbrot zu generieren. 

4. Büro umweltfreundlich gestalten

Auch im Büro wird viel Strom sowie Papier verschwendet. Sei es beim Arbeitgeber oder im eigenen Homeoffice: Im Büro gibt es viele Möglichkeiten für den Umweltschutz. Wer beispielsweise umweltfreundlich und nachhaltig druckt, den Müll sortiert oder Geräte nach Gebrauch beziehungsweise bei vollem Akku vom Stromnetz trennt, reduziert dadurch nicht nur die laufenden Kosten, sondern vor allem die Umweltverschmutzung.

5. Leitungswasser trinken

Wasser in Plastikflaschen ist schwer und ungesund. Tatsächlich hat das Leitungswasser in Deutschland in den meisten – vor allem westlichen – Gebieten eine bessere Qualität als das Trinkwasser aus Supermärkten. Zudem geben Plastikflaschen bekanntlich schädliche Stoffe ab und tragen nach ihrer Entsorgung zur Umweltverschmutzung bei. Wer kann, sollte deshalb lieber zum Leitungswasser greifen. Das spart nicht nur Geld, sondern auch die Schlepperei. Die Umwelt wird es danken! Wer pures Leitungswasser nicht mag oder Bedenken hat, kann es auch entsprechend filtern beziehungsweise bei Bedarf aufsprudeln. Wer hingegen doch Trinkwasser kaufen möchte oder muss, sollte wenigstens zur gesünderen und umweltfreundlicheren Glasflasche greifen.

6. Plastik reduzieren

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Quelle: Fotlia.com / dorotaam

Aber nicht nur durch die Vermeidung von Plastikflaschen für das Trinkwasser, sondern auch in vielen anderen Lebensbereichen kann das Plastik drastisch reduziert werden. Einige Lebensmittel sind mittlerweile in eine kleinere Plastikverpackung eingewickelt, die sich wiederum in einer grösseren Plastiktasche befindet, welche anschliessend mit einer noch grösseren Plastiktüte nach Hause transportiert wird. Tatsächlich sollte jeder Mensch einmal seine Gewohnheiten hinsichtlich der Thematik Plastik auf den Prüfstand stellen und auf umweltfreundlich verpackte Lebensmittel, Kleidung & Co achten.

7. Richtig heizen und lüften

Zuletzt kann das richtige Heizen und Lüften nicht nur die Umwelt schonen, sondern zugleich das Raumklima positiv beeinflussen und sich somit förderlich auf die Gesundheit sowie Leistungsfähigkeit eines Menschen auswirken. Im Winter sollte also so wenig wie möglich geheizt und regelmässig stossgelüftet werden. Gekippte Fenster bei aufgedrehter Heizung gilt es hingegen zu vermeiden. Zudem sollte auf einen Öko-Gasanbieter zurückgegriffen werden. So einfach kann Umweltschutz sein!

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