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Ferienbeginn in Österreich: Das ändert sich am Wiener Flughafen

Der Flughafen Wien-Schwechat ist Österreichs grösstes Drehkreuz.

Quelle: travelview/iStock via Getty Images

Zum Beginn der Sommerferien in Teilen Österreichs wird der grösste Flughafen des Landes effizienter bei den Sicherheitskontrollen. Was sich in Wien ändert.

Pünktlich zum Beginn der Sommerferien in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland erleben Reisende am Flughafen Wien-Schwechat entspanntere Sicherheitskontrollen. Was sich für Flugreisende am grossen österreichischen Drehkreuz ändert.

Ab Samstag, dem 4. Juli, dürfen Flüssigkeiten in Behältern mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Litern im Handgepäck mitgeführt werden. Möglich machen das moderne Geräte, die zum Ferienstart an allen Kontrollstellen im Einsatz sind.

Die neuen Scanner arbeiten ähnlich wie ein Computertomograph und erstellen dreidimensionale Bilder des Handgepäcks, wodurch Flüssigkeiten deutlich genauer kontrolliert werden können als bisher. Für Passagiere bringt das eine zweite Erleichterung: Flüssigkeiten und elektronische Geräte wie Laptops oder Tablets müssen bei der Sicherheitskontrolle nicht mehr separat aus dem Gepäck genommen werden. Die bisherige Aufforderung, einzelne Teile aus dem Handgepäck zu nehmen, wird durch jene ersetzt, möglichst alles eingepackt zu lassen. Das verkürzt die Wartezeiten und macht den Ablauf an den Kontrollstrassen reibungsloser.

Bis zu zwei Liter statt 100 Milliliter

Die Lockerung bei den Flüssigkeiten ist die augenfälligste Neuerung. Bislang durften Flüssigkeiten nur in Behältern bis 100 Milliliter transportiert werden; die neuen Scanner ermöglichen grössere Mengen und erlauben künftig bis zu zwei Liter pro Behälter. Möglich wird das durch die EU-Zulassung der neuen Technik. Das lästige Umfüllen in kleine Reiseflaschen und der durchsichtige Plastikbeutel entfallen damit. Wichtig bleibt, dass die Behälter verschlossen und auslaufsicher sind – offene Gefässe wie Coffee-to-go-Becher sind weiterhin nicht erlaubt.

Flughafen-Vorstand Julian Jäger kündigte die Umstellung in der „Wien heute“-Reihe „Bei uns“ an. Bereits Ende Juni waren rund 30 der insgesamt 35 Kontrollstationen umgerüstet, die restlichen Stationen sollten rechtzeitig zum Ferienstart folgen. In das Grossprojekt mit 35 Sicherheitskontrollstrassen investierte der Flughafen rund 25 Millionen Euro.

Nur für Abflüge ab Wien

Eine Einschränkung sollten Urlauberinnen und Urlauber beachten: Die neue Regelung gilt ausschliesslich für die Sicherheitskontrollen am Flughafen Wien-Schwechat. Wer die Rückreise von einem anderen Flughafen antritt, muss sich weiterhin über die dort geltenden Bestimmungen informieren, da viele Flughäfen die neue Technik noch nicht einsetzen und dort die 100-Milliliter-Grenze gelten kann. In Europa haben unter anderem Mailand, Rom und Bologna bereits umgestellt, weitere Standorte rüsten schrittweise nach.

Hauptreisezeit mit hohem Andrang

Der Stichtag ist kein Zufall: Die Sommerferien dauern von 4. Juli bis 6. September 2026 in Burgenland, Niederösterreich und Wien, während sie in den übrigen Bundesländern erst am 11. Juli beginnen. Entsprechend voll wird es in den Terminals. 2025 erreichte der Flughafen Wien mit 32,6 Millionen Passagieren einen neuen Rekord; für 2026 rechnet der Airport mit rund 30 Millionen Fluggästen. Zu den beliebtesten Sommerzielen zählten zuletzt Antalya, Mallorca und Barcelona. Die schnelleren Kontrollen kommen damit zur richtigen Zeit, dennoch sollten Reisende in der Hauptsaison weiterhin genügend Zeitpuffer einplanen.

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