Hotels mit Extra-Kick: Romantikfaktor hoch zehn | TREND MAGAZIN
Die Sternwarte auf dem Dach das Alpinhotel Pacheiner in Kärnten

Quelle: Pacheiner

Hotels mit Extra-Kick: Romantikfaktor hoch zehn

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Mit der Romantik ist es so eine Sache – vor allem in Sachen Reisen. Nirgendwo sonst ist der Begriff dehnbarer. Wir haben uns auf die Suche nach Hotels gemacht, in denen die Gefühlswelt ganz aussergewöhnlich angesprochen wird. Romantikfaktor: Hoch.

Wenn es um Romantik geht, ist der Bogen für Urlauber weit gespannt. Er reicht vom Sonnenuntergang über die Kutschenfahrt bis zum Candlelight-Dinner. So übertreffen sich die Hoteliers mit romantischen Angeboten, eine scheinbar kuschelige Einrichtung des Zimmers ist meist genug. Und dann gibt es Gastgeber, die für die wahren romantischen Augenblicke sorgen, und oft sind es nur Kleinigkeiten, die solche Gefühle auslösen. Mit Erlebnissen, die als Urlaubserinnerungen haften bleiben.

Sternwarte auf dem Hoteldach

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2017 und bestaunen das Sternenmeer in der grössten privat betriebenen Sternwarte Österreichs. Die steht in 1’900 Meter Höhe auf dem Dach des Alpinhotels Pacheiner in Kärnten. Vom Gipfel der Gerlitzen lassen sich die sommerlichen Sternbilder und die Milchstrasse deutlicher erkennen als unten im Tal. Tagsüber sind die Sonne oder die Gämse auf dem Mittagskogel im Visier des Teleskops. Zu den Führungen durch die Sternwarte gehören immer Multimedia-Vorträge zu astronomischen Themen.

Schöne Aussichten bieten sich auch beim Schwimmen im Infinity-Pool, wenn die felsigen Grate der Karawanken und der Julischen Alpen, die grünen Kuppen der Karnischen Alpen und die Nockberge die Horizontlinie bestimmen. Der ganzjährig beheizte Outdoor-Pool ist ebenfalls ein exklusiver Logenplatz, an dem die Gäste des 4-Sterne-Hotels Ruhe und Weite geniessen. Denn wenn die letzte Gondel die Gipfelstation verlassen hat, gehört ihnen der Berg allein. Auf ein paar Längen im Pool folgt Gipfel-Wellness in zwei Saunen und einem Dampfbad als Vorbereitung auf das Abendessen, einer raffinierten Fusion der Küchen Kärntens und des Alpen-Adria-Raumes.

Die bezaubernden Örtchen der Villa Antoinette

Im niederösterreichischen Kurort Semmering hat sich ein Kleinod herausgeputzt, das nicht nur Romantiker sprachlos macht. Villa Antoinette heisst der historische Landsitz von 1912, damals noch Jausenstation und beliebtes Ziel von Sommerfrischlern, die vor allem aus dem nur eine Autostunde entfernten Wien anreisten. Seinen Jugendstil-Charme hat sich das liebevoll renovierte und modern ausgestattete Chalet bis heute bewahrt. Die Zeitreise in Antoinettes Gästezimmern findet vor allem beim Interieur statt. Jedes Möbel, jeder Nippes erzählt seine eigene Geschichte.

Zur Ausstattung gehören eine voll ausgestattete Landhausküche, ein Wohnsalon mit offenem Marmorkamin, ein weiterer steht im Lesezimmer mit handverlesenen Büchern und Zeitschriften. Ein Klavierflügel fehlt ebenso wenig wie eine Heimkinoanlage. Im Badehaus der Romantik-Villa gibt es Sauna, Dampfbad und Whirlpool, draussen finden die Gäste eine Frühstücksterrasse, den Bio-Gemüsegarten sowie ein Aussenschwimmbecken.

Die Villa Antoinette mit ihren sechs individuell ausgestatteten und gestalteten Schlafzimmern kann mit Voll- oder Teilservice gemietet werden. Wer mag, bucht sich den privaten Haubenkoch, einen Fitness-Trainer oder Yoga-Sessions dazu. Bevorzugt werden Gruppen, auf Anfrage ist auch die Vermietung einzelner Zimmer möglich.

Dinner am Teich, Bett auf dem Balkon

Aussergewöhnliches muss nicht teuer sein, auch kleine Dinge erhalten die Romantik. Wie im Nesslerhof in Grossarl im Nationalpark Hohe Tauern. Dort bieten die Gastgeber Tina und Hermann Neudegger an, laue Sommernächte auf den grossen Balkonen ihres Neuanbaus „Zwanzigsechszehn“ in extra aufgestellten Betten zu verbringen und unterm Sternenhimmel mit Blick ins Tal einzuschlummern. Wer so romantisch veranlagt ist (und das sind nicht wenige), hat zuvor einen Tisch im Garten reserviert, mit Kerzenschein und direkt am Naturteich. Dort werden zu moderaten Preisen Champagner und ein Fünfgang-Menü serviert, die ungestörte Zweisamkeit ist inbegriffen. Kleiner Tipp: Unbedingt die „Pongauer Kasnockn“ probieren, zubereitet nach einem alten Familienrezept und das Lieblingsgericht des Chefs. Wenn es sie gibt, muss Hermann Neudegger dringend in die Küche – zum Probieren und Abschmecken.

Seit über 40 Jahre gibt es den Nesslerhof, und als die Neudeggers 2011 das Erbe der Eltern antraten, übernahmen sie auch die DNA des 4-Stern-Superior-Hotels an der Talstation der Grossarler Bergbahnen – Gastfreundschaft. Mit dem „Zwanzigsechszehn“ haben sie ihre eigene Vision davon umgesetzt, u.a. mit einer grossen Wasserwelt, weitläufigen Spa-Zonen, drei Saunen, einem Fitnessbereich und 14 neuen Wohnsuiten. „Dies alles kann man kopieren,“ sagt Tina Neudegger, die nicht nur Vollblutgastgeberin, sondern auch Sommelière ist. „Wir haben verstanden, dass unser ehrlicher und herzlicher Umgang sowie unsere bedingungslose Serviceorientierung genau das sind, warum sie zu Stammgästen werden. Das hat uns stolz gemacht und uns den Mut gegeben, uns Gästeflüsterer zu nennen.“

Nostalgischer Reisebus und ein Hotel von 1897

Die wildromantische Fahrt in einem offenen, nostalgischen Postbus von 1947 ist das Highlight im Freizeitangebot des The Alpina Mountain Resort & Spa im schweizerischen Bergdorf Tschiertschen. Durch Mischwälder und satte Wiesen, entlang Felswänden, über sprudelnde Bergbäche, schlängelt sich die verlassene Bergstrasse zur Alp Farur auf 2’000 Meter. Umgeben von Alpenrosen, bereiten die Alphirten die Bergkäse zu, der Bergasthof Hühnerköpfe ist Ausgangsort vieler Bergtouren.

In Tschiertschen im Kanton Graubünden, 10 Kilometer entfernt von der Alpenstadt Chur, ist das Alpina Mountain Resort der Star. Das Boutique Hotel aus dem Jahr 1897 wurde in diesem Jahr 120 Jahre alt und ist nach einer Komplettrenovierung so jung wie nie. Dabei wurde der Stil der Goldenen Zwanzigerjahre vollständig erhalten. Ursprünglichkeit und Regionalität stehen auch bei Chefkoch Antonio Messina (15 GaultMillau-Punkte) im Mittelpunkt, eine Spezialität des Hauses sind zudem die asiatischen Gerichte von Tony Leung. Der Gourmettreffpunkt ist das Romantik-Restaurant „La Belle Époque“ mit dem Original-Speisesaal und seinem knarrenden Fischgrätparkett, der Holzvertäfelung, der Stukkaturdecke und zu den Kronleuchtern. Selbst der riesige Spiegel hängt noch dort, wo er 1897 platziert wurde, um dem Pianisten auf die Hände schauen zu können.

In der Alpina Bar „Garantiert“ gibt es Monstein Bier von der höchstgelegenen Brauerei der Schweiz oder exklusiven Single Malt aus dem umfangreichen Whisky-Sortiment, im alten Gewölbekeller verraten Bündner Winzer in der Alpina Vinothek ihre Geheimnisse. Und auf der Zigarrenkarte in der Smokers Lounge mit Gästebibliothek finden sich verschiedene Provenienzen von der Dominikanischen Republik bis nach Kuba. Im Shan Spa (chinesisch für „die Bergnatur“) werden Heilkräuter aus der Bergwelt und andere Naturkosmetik verwendet. Und wer lieber mit dem Fahrrad als mit dem Postbus unterwegs ist: Das The Alpina Mountain Resort & Spa stellt seinen Gästen „Monster Flitzerli E-Bikes“ gratis zur Verfügung.

Hochzeit auf dem Bauernhof – mit Himmelbett

Natürlich darf bei der Aufzählung von Locations mit hohem Romantikfaktor der Ort für eine Traumhochzeit nicht fehlen. Dieser hier ist urig-romantisch. Umgeben von Dolomitengipfeln können Paare sich auf dem historischen Ranuihof in Villnöss das Ja-Wort geben. Der ehemalige Jagd-Ansitz aus dem 12. Jahrhundert gehört zu den Südtiroler Bauernhöfen der Marke Roter Hahn und liegt am Fuss der majestätischen Geislerspitzen.

Zwischen Fresken und Gewölben gibt es fünf romantische Doppelzimmer, im Hochzeitsgemach steht stilecht ein Himmelbett. Das Barock-Kirchlein St. Johann mit seinem Zwiebelturm ist Teil des geschlossenen Hofs. Es bietet im Innenraum Platz für bis zu 20 Gäste und kann exklusiv für Hochzeiten gemietet werden. Danach geht es anschliessend auf die hofeigene Geisleralm, wo nach Herzenslust in der Hütte und auf der Terrasse bis in die Puppen gefeiert werden kann. Auf Wunsch bereitet Bauer Gerhard auf der Alm auch das Hochzeitsmenü zu. Nach dem Fest bringt der hofeigene Kleinbus alle wieder zurück ins Tal. www.roterhahn.it

Bei Fanni wohnen – romantisch und autark

Fanni ist nicht nur romantisch, sondern auch völlig unabhängig. Fanni steht ein paar Kilometer ausserhalb von Gutenstein in Niederösterreich auf einer sonnigen Wiese im Wald, um sie herum galoppieren Pferde, gackern Hühner, grasen Schafe. Das Beste dabei: Fanni kann man mieten, sie ist ein autarker Wohnwaggon – mit Bio-Toilette, Photovoltaik-Inselanlage, Grünklär-Anlage und stromloser Espresso-Maschine. Die Frühstückspension Waldwirt von Ed und Claudia ist gleich nebenan, zu den Kaffeehäusern und Wirtshäusern von Gutenstein ist es nicht weit.

Der österreichische Hersteller der Wohnwaggons hatte die Idee des kombinierten Urlaubs: Wohnen im rollenden Zimmer und die Vorzüge eines Hotels geniessen – am besten in einer idyllischen Umgebung, wie sie Gutenstein im Tal der Piesting und inmitten der Gutensteiner Alpen zu bieten hat. So wird der Wohnwagen zum Ausgangspunkt für gemütliche Spaziergänge und ausgedehnte Wanderungen, erfrischendes Bach-Waten oder entspannendes Sonnenbaden. Und wem danach ist: Für Katholiken ist die Wallfahrtskirche Mariahilfberg ein beliebtes Ziel. Wer mit Fanni in Gutenstein und dem Waldwirt relaxen will, muss sich beeilen: Ende September wird der Wohnwaggon den Standort wechseln. Aber bis dahin wird man auf Wunsch von Ed und Claudia für sieben Euro sogar vom Bahnhof abgeholt.

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Kategorie: Reisen

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