Mit dieser Geschichte gibt es eine „Big Little Lies“-Reunion

Nicole Kidman und Liane Moriarty (r.) arbeiten auch nach

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Sie ist die Schöpferin von „Big Little Lies“, jetzt erscheint Liane Moriartys neues Buch „Neun Fremde“ auf Deutsch. Und auch in dieser Geschichte spielt Nicole Kidman eine wichtige Rolle, wie die Autorin verrät.

„Neun Fremde“ heisst der neue Roman von Liane Moriarty (52), der nun hierzulande erscheint. Die australische Autorin, die auch die Buchvorlage zur Hitserie „Big Little Lies“ geschaffen hat, verfrachtet darin neun problembeladene Personen in ein abgelegenes Wellness-Resort, wo ihnen allerdings nicht die Behandlung zuteilwird, für die sie bezahlt haben. Die Chefin des Spas hat ein dunkles Geheimnis – und ihre eigenen Pläne mit ihren Gästen. Eine TV-Adaption von „Neun Fremde“ ist bereits geplant. Und dann wird es eine „Big Little Lies“-Mini-Reunion geben, denn Nicole Kidman (52) übernimmt eine wichtige Rolle: „Sie hat mir bereits ihren russischen Akzent gezeigt“, verrät Moriarty im Interview.

In „Neun Fremde“ treffen sich neun gestresste Menschen im abgelegenen Wellness-Resort Tranquillum House. Dort finden sie allerdings etwas anderes vor als erwartet. Kam Ihnen die Idee zu dem Buch in einem Wellnesshotel?

Liane Moriarty: Nachdem mein Roman „Big Little Lies“ erschienen war, machte ich immer wieder den gleichen Witz darüber, dass ich mein nächstes Buch auf eine tropische Insel verlege, und ich viel recherchieren müsste, um es richtig hinzubekommen. Nach einer Weile dachte ich: „Warum eigentlich nicht?“ Ich schrieb ein paar Kapitel, aber dann passierte mir bei einem Grillfest etwas, das meinen siebten Roman, „Truly Madly Guilty“, inspirierte. Als ich zu meiner Idee mit der tropischen Insel zurückkehrte, erinnerte ich mich daran, dass ich mit einer Freundin ein Kurzentrum besucht hatte, bevor meine Kinder geboren wurden. Wir schmuggelten „verbotene Sachen“ hinein und ich dachte, das wäre eine lustige kleine Nebenhandlung. Meine tropische Insel wurde zu einem Wellness-Resort und von da an ging es weiter.

Welche der Figuren in „Neun Fremde“ ist Ihnen die liebste?

Moriarty: Ich glaube, mein Lieblingscharakter war Napoleon. Er ist von Grund auf ein guter Mensch, so hinreissend uncool und so zutiefst begeistert von allen Aspekten des Lebens. Ich liebe solche Leute.

Die neun Personen im Tranquillum House dürfen fünf Tage lang nicht sprechen und müssen ihre Handys abgeben. Alkohol und Zucker sind ebenfalls nicht erlaubt. Wie schwer war es für Sie, über eine solche Situation zu schreiben? Haben Sie selbst schon Erfahrungen mit so etwas gemacht?

Moriarty: Der Schweige-Teil des Retreats war etwas schwierig zu schreiben, da ich natürlich keinen Dialog hatte und mich auf innere Monologe verlassen musste. Ich war selbst noch nie auf einem Schweige-Retreat. Aber als ich für „Neun Fremde“ recherchierte, war ich in einem besonders schönen Wellness-Resort, um an einem fünftägigen „Detox“-Programm teilzunehmen. Dabei muss ich zugeben, dass ich nicht so viel für meine Kunst gelitten habe. Ich habe auf Kaffee verzichtet, was es mir ermöglichte, dieses bohrende Gefühl in der Mitte der Stirn genau zu beschreiben, wenn der Körper nach Koffein verlangt. Ich bin auch viele Tage hintereinander sehr früh aufgestanden, wodurch ich mich moralisch überlegen fühlte – genau wie ein unerträglicher Morgenmensch.

Die Besitzerin des Spas, Masha, ist eine grosse, schöne, durchtrainierte Frau – mit einem dunklen Geheimnis. Nicole Kidman wird diese Rolle in der TV-Adaption Ihres Buches spielen. Ist das Ihre Traumbesetzung und wer wird die anderen Figuren spielen?

Moriarty: Sie ist sicherlich meine Traumbesetzung für diese Rolle und sie hat mir bereits ihren russischen Akzent gezeigt! Der natürlich einwandfrei ist. Keine der anderen Rollen wurde bisher besetzt.

Im Juli ging die zweite Staffel der Erfolgsserie „Big Little Lies“, die ebenfalls auf einem Ihrer Bücher basiert, zu Ende. Waren Sie überrascht von der Entscheidung, dass es mehr als eine Staffel geben wird?

Moriarty: Die Serie sollte ursprünglich nur über eine Staffel gehen und ich glaube, jeder war überrascht und begeistert von ihrem Erfolg und der Forderung nach Staffel zwei! Die zweite Staffel ist wunderbar geworden.

Haben Sie alle Stars der Serie kennengelernt?

Moriarty: Ich denke, ich habe die meisten Darsteller getroffen und sie waren alle sehr nett, es war grossartig für mich. Ich war besonders begeistert davon, Meryl Streep kennenzulernen, und sie war charmant und wunderschön, genau wie man es erwarten würde.

Hat der grosse Erfolg der Serie etwas in Ihrem Leben geändert?

Moriarty: Es bedeutete, dass ich neue Kleider kaufen – sehr stressig – und glamouröse Events wie die Emmys besuchen musste! Abgesehen davon hat es mein alltägliches Leben nicht wirklich verändert, ausser dass mir der Erfolg der Serie natürlich viele neue Leser gebracht hat und dafür bin ich sehr dankbar.

Gibt es eine Chance für eine dritte Staffel von „Big Little Lies“?

Moriarty: Das glaube ich nicht!

Worum geht es in Ihrem nächsten Buch?

Moriarty: Ich bin noch nicht sicher. Ich weiss nur, dass ich über eine Familie schreiben möchte.