Herzogin Meghan: Ihr Prozess kostet Millionen

Herzogin Meghan prozessiert gegen den Verlag der

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Die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Herzogin Meghan und dem Verlag der „Mail on Sunday“ verschlingt Millionen. Die Richterin bezeichnet die Kosten als „exzessiv und unverhältnismässig“.

Herzogin Meghan (39) prozessiert wegen einer Persönlichkeitsrechtsverletzung seit längerem gegen die britische Zeitung „Mail on Sunday“ und deren Verlag Associated Newspapers. Nun wurden die Kosten des Verfahrens am Obersten Gerichtshof bekannt. Laut dem britischen Boulevardblatt „The Sun“ umfassen sie allein für Prinz Harrys (36) Ehefrau bis dato 1,8 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 2 Mio. Euro).

„Exzessiv und unverhältnismässig“

Die beachtliche Summe setzt sich demnach wie folgt zusammen: 524.000 Pfund (etwa 570.600 Euro) für die Prozessvorbereitung und 304.700 Pfund (etwa 331.800 Euro) für den Prozess selbst, sowie 200.000 Pfund (etwa 217.800 Euro) für die Klageerhebung, 190.000 Pfund (etwa 206.900 Euro) für die Offenlegung und 104.110 Pfund (etwa 113.400 Euro) für Erklärungen.

Die Zeitung wird ebenfalls Kosten in Höhe von 1,2 Millionen Pfund (etwa 1,3 Mio. Euro) aufbringen, wie aus Dokumenten hervorgeht, die vor Gericht veröffentlicht wurden. Die Richterin, Master Francesca Kaye, soll die Gesamtprozesskosten als „exzessiv und unverhältnismässig“ bezeichnet haben. Denn trotz der Beteiligten handele es sich ihrer Einschätzung nach um einen „persönlichen Disput“ ohne „grösseres öffentliches Interesse“.

Verhandlung im Januar

Anlass für den Prozess ist die Veröffentlichung eines handschriftlichen Briefes von Herzogin Meghan an ihren Vater Thomas Markle (76) aus dem Jahr 2018, der von der „Mail on Sunday“ abgedruckt worden war. Die Herzogin sieht darin einen Missbrauch privater Informationen und sich selbst in ihren Persönlichkeits- und Datenschutzrechten verletzt.

Die Gerichtsverhandlung ist für Januar 2021 angesetzt und soll zehn Tage dauern. Meghan soll im Gericht dann auch auf ihren Vater treffen. Vertreten wird die 39-Jährige allerdings nicht mehr wie bisher von dem Star-Anwalt David Sherborne. Sie soll stattdessen ab sofort auf Justin Rushbrooke QC setzen – laut „The Times“ ein Erzrivale von Sherborne.