«Habe immer noch Albträume»: Milla Jovovich über Abtreibung

Milla Jovovich bei einem Auftritt in New York

Quelle: Dennis Van Tine/starmaxinc.com/ImageCollect

Vor zwei Jahren musste Milla Jovovich wegen eines medizinischen Notfalls eine Abtreibung vornehmen lassen. Jetzt spricht sie erstmals darüber.

Milla Jovovich (43, „Resident Evil“) hat in einem emotionalen Instagram-Post über eine Not-Abtreibung gesprochen, die sie vor zwei Jahren hatte. Sie hatte damals aufgrund eines medizinischen Notfalls im fünften Monat einen Schwangerschaftsabbruch. Der Grund für ihre Offenheit: Die Schauspielerin will damit den Kampf für das Recht auf Abtreibung unterstützen. In einigen US-Staaten sollen Schwangerschaftsabbrüche nach der sechsten Woche verboten werden.

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I don’t like to get political and I try to only do it if a really have to and this is one of those times. If someone doesn’t want to continue reading, you have been warned. Our rights as women to obtain safe abortions by experienced doctors are again at stake. Last Tuesday, Georgia Governor Brian Kemp signed a draconian bill into law that outlaws all abortions after six weeks — before most women even realize they’re pregnant — including in cases of RAPE OR INCEST. This makes Georgia the sixth state to pass such a restrictive six-week abortion ban, joining Ohio, Mississippi, Kentucky, Iowa, and North Dakota. These laws haven’t been passed yet, but lawmakers in these states are trying. Abortion is hard enough for women on an emotional level without having to go through it in potentially unsafe and unsanitary conditions. I myself went through an emergency abortion 2 years ago. I was 4 1/2 months pregnant and shooting on location in Eastern Europe. I went into pre term labor and told that I had to be awake for the whole procedure. It was one of the most horrific experiences I have ever gone through. I still have nightmares about it. I was alone and helpless. When I think about the fact that women might have to face abortions in even worse conditions than I did because of new laws, my stomach turns. I spiraled into one of the worst depressions of my life and had to work extremely hard to find my way out. I took time off of my career. I isolated myself for months and had to keep a strong face for my two amazing kids. I started gardening, eating healthier and going to the gym everyday because I didn’t want to jump into taking anti depressants unless I had tried every other alternative. Thank God I was able to find my way out of that personal hell without turning to medication, but the memory of what I went through and what I lost will be with me till the day I die. Abortion is a nightmare at its best. No woman wants to go through that. But we have to fight to make sure our rights are preserved to obtain a safe one if we need to. I never wanted to speak about this experience. But I cannot remain silent when so much is at stake. #prochoice #prochoicegeneration

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Jovovich hat zusammen mit ihrem Ehemann, dem Regisseur Paul W. S. Anderson (54), zwei Kinder, Ever (11) und Dashiel (4). In ihrem Instagram-Post schrieb sie nun, dass sie vor zwei Jahren schwanger gewesen sei. Im fünften Monat der Schwangerschaft habe sie einen Film in Osteuropa gedreht, wo sie aus medizinischen Gründen eine Not-Abtreibung vornehmen lassen musste.

„Ich habe immer noch Albträume davon“

Sie habe vorzeitige Wehen gehabt, erzählt die 43-Jährige und fügt hinzu: „Ich musste während des kompletten Eingriffs wach sein.“ Weiter schrieb sie: „Es war eine der schrecklichsten Erfahrungen, die ich je gemacht habe. Ich habe immer noch Albträume davon. Ich war allein und hilflos. Wenn ich an die Tatsache denke, dass Frauen aufgrund neuer Gesetze unter noch schlimmeren Bedingungen Schwangerschaftsabbrüche machen lassen müssen, wird mir ganz übel.“

Jovovich sprach auch über die Folgen: „Ich taumelte in eine der schlimmsten Depressionen meines Lebens und musste extrem hart arbeiten, um einen Ausweg zu finden“, sagte sie. „Ich habe mir eine Auszeit von meiner Karriere genommen. Ich habe mich monatelang zurückgezogen und musste stark sein für meine beiden tollen Kinder.“

Sie habe angefangen, „im Garten zu arbeiten, mich gesünder zu ernähren und jeden Tag ins Fitnessstudio zu gehen“, weil sie Antidepressiva vermeiden wollte, bis sie jede andere Alternative ausprobiert habe. „Gott sei Dank konnte ich aus dieser persönlichen Hölle herausfinden, ohne Medikamente zu nehmen, aber die Erinnerung an das, was ich durchgemacht habe und an das, was ich verloren habe, wird bei mir bleiben, bis ich sterbe.“

Dafür kämpft sie

Die Schauspielerin sagte, die amerikanischen Frauen hätten ein Recht auf sichere Abtreibungen: „Ein Schwangerschaftsabbruch ist ein schlimmer Albtraum. Das will keine Frau durchmachen.“ Es müsse aber dafür gekämpft werden, dass der Eingriff sicher sei, wenn er nötig werde. „Ich wollte nie über diese Erfahrung sprechen. Aber ich kann nicht schweigen, wenn so viel auf dem Spiel steht“, so Jovovich.

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