Missbrauchsvorwürfe: Maximilian Schells Tochter meldet sich zu Wort

Maximilian Schell verstarb im Jahr 2014 mit 83 Jahren.

Quelle: IMAGO/Funke Foto Services

Ein weiteres Mitglied der Schell-Familie erhebt schwere Vorwürfe: Maximilian Schells Tochter Nastassja meldete sich nun zu Wort.

In ihrem am 2. Oktober erscheinenden Buch „Szenen keiner Ehe“ erhebt Autorin Marie Theres Relin (57), Tochter der Schauspielerin Maria Schell (1926-2005), schwere Vorwürfe. Laut dem Magazin „Bunte“ gibt sie darin an, im Alter von 14 Jahren von ihrem Onkel „sexuell missbraucht, verführt, entjungfert“ worden zu sein. Den Namen ihres Onkels nennt sie in dem gemeinsamen Werk mit ihrem Ex-Mann Franz Xaver Kroetz (77) nicht – jetzt meldete sich allerdings Maximilian Schells (1930-2014) Tochter Nastassja (34) zu Wort und sagt gegenüber „Bild“: „Ich wurde von meinem Vater sexuell missbraucht!“

So habe sie demnach „nach der Trennung meiner Eltern immer bei meinem Vater“ im Bett geschlafen. Ab ihrem neunten Lebensjahr sei es dann zu Übergriffen gekommen: „Kinder in einem Alter, in dem ich damals war, die können das nicht einschätzen, was richtig oder falsch ist.“ Ihr konkreter Vorwurf: „Streicheleinheiten und im intimen Bereich berührt werden ist sexueller Missbrauch. Und das hat er gemacht. Nur, weil es nicht zur Penetration kam, heisst das nicht, dass dies weniger Missbrauch ist.“

In Bezug auf die Schilderungen Marie Theres Relin sagt sie folglich: „Ich glaube ihr, dass es passiert ist. Da habe ich keine Zweifel.“

Darum verschwieg Relin den Vorfall

„Bunte“ hatte aus Relins Buch unter anderem eine Stelle zitiert, in der die Autorin erklärt, warum sie so lange geschwiegen hatte: „Ich habe mich selbst verleugnet – um des Friedens willen … die übermächtige berühmte Familie im Nacken, die mir die Luft zum Atmen nahm.“ So habe sie gewusst, „dass ich die Geschehnisse dieser Nacht niemandem anvertrauen konnte.“ Ihre Mutter hätte ihr nie geglaubt. „Sie hätte sich vehement gewehrt, wenn jemand mit spitzen Fingern ein Schmutztuch über der Familie ausbreiten würde. Sie hätte auf Beweisen bestanden oder gar in mir eine Lolita vermutet. Ich schämte mich.“

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