Cher: Liest sie dem Hall-of-Fame-Komittee jetzt die Leviten?

Nimmt kein Blatt vor den Mund: Cher

Quelle: Joe Seer/Shutterstock.com

„If I could turn back time“ heisst Chers Superhit. Die Zeit zurückdrehen und Worte zurücknehmen könnte auch ihr eigener Wunsch lauten. Hatte sie sich kürzlich noch abfällig über die Aufnahme in die Hall of Fame geäussert, ist sie nun umgeschwenkt. Bei der Zeremonie habe sie „ein paar Worte zu sagen.“

„Nicht für eine Million Dollar“ wollte Pop-Star Cher noch im Dezember 2023 in die Rock’n Roll Hall of Fame aufgenommen werden. Nicht nach all der fehlenden Wertschätzung, die ihr trotz ihrer einzigartigen Verdienste um die Musik jahrzehntelang zuteil wurde. Laut „Entertainment Weekly“ hat die 77-Jährige ihre Haltung nun geändert. Anlässlich einer Filmpremiere kündigte Cher nicht nur an, der Aufnahme-Zeremonie im Oktober beizuwohnen. Sie werde auch „ein paar Worte zu sagen haben“, so Cher. Das könnte interessant werden.

„Es brauchte vier von ihnen, um eine wie ich zu sein“

Im Dezember 2023 war Cher in der „Kelly Clarkson Show“ zu Gast. Die Oscarpreisträgerin sprach über ihre legendäre Karriere. Gastgeberin und Sängerin Kelly Clarkson (42) wies damals darauf hin, dass Cher die einzige Künstlerin sei, die über sieben Jahrzehnte hinweg Nummer-eins-Hits zu verbuchen habe. Einzig die Rolling Stones könnten ähnliches vorweisen, was Cher zu der spitze Bemerkung verleitete: „Es brauchte vier von ihnen, um eine wie ich zu sein.“ Nach dem Applaus des Publikums legte Cher noch nach: Sie sei noch nicht mal in der „Rock’n Roll Hall of Fame“. Publikum und Clarkson waren entsetzt: „Meinst du das im Ernst?“

„Die können mich mal – du weisst schon was“

Cher prägte damals den seither oft zitierten Satz: „Ich möchte da auch nicht mehr aufgenommen werden, nicht für eine Million Dollar.“ Es folgten einige rüde Beschimpfungen des Auswahl-Komitees der Musik-Ruhmeshalle in Cleveland, Ohio. „Und wenn sie jemals ihre Meinung ändern würden?“, wollte Clarkson von ihr wissen. „Ich werde niemals meine Meinung ändern“, antwortete Cher lächelnd: „Die können mich mal – du weisst schon was.“ Um danach süffisant darauf hinzuweisen, dass sie mit „Believe“, ihrem grossen Comeback-Hit von 1998, den Auto-Tune populär gemacht, ihren Status als dauerhafte Ikone gefestigt und „die Musik für immer verändert“ habe.

„Werde ein paar Worte zu sagen haben“

Ein halbes Jahr später hat Cher ihre Meinung geändert und würde – gemäss ihrem Superhit „If I could turn back time“ – eventuell gern die Zeit zurückdrehen und einige kritische Äusserungen aus dem Dezember zurücknehmen. Denn inzwischen steht fest, dass Cher am 19. Oktober 2024 neben Kollegen wie Mary J. Blige (53), Ozzy Osbourne (75) und den Kult-Bands Foreigner und Kool & the Gang in die legendäre Ruhmeshalle aufgenommen werden soll.

Cher will persönlich dabei sein. Dies liess sie anlässlich der Premiere eines Dokumentarfilms über einen ihrer engsten Freunde, den Kostüm- und Modedesigner Bob Mackie (84) am Dienstag in Los Angeles verlauten. Sie wolle tatsächlich im Oktober nach Cleveland reisen. Und sie habe „ein paar Worte zu sagen“. Laut Kritikern wie Cher hat die berühmte Rock’n Roll Hall of Fame, was die Aufnahme von Frauen angeht, eine echte Schwachstelle. So wurde eine ihrer besten Freundinnen, die legendäre Tina Turner, erst 2021 aufgenommen. Cher-Anhänger und Fans klarer Worte freuen sich jetzt schon darauf, wenn Cher im Oktober ans Mikrofon tritt.

Vorheriger ArtikelShootingstar Glen Powell: Eltern trollen ihn bei „Hit Man“-Premiere
Nächster ArtikelSchwangerschaftsgerüchte: So reagiert Barbara Meier