Gisele Bündchen spricht über „schlimmste Entscheidung“ ihres Lebens

Gisele Bündchen macht aus ihren Fehlern kein Geheimnis

Quelle: Kathy Hutchins/Shutterstock.com

Supermodel Gisele Bündchen hatte in der Vergangenheit schon mit so manchen Tiefschlägen zu kämpfen. In ihrem Buch „Lessons“ schildert sie die „schlimmste Entscheidung“ ihres Lebens.

Im Oktober vergangenen Jahres richtete sich Topmodel Gisele Bündchen (38) erstmals mit ihrer bewegten Lebensgeschichte an die Öffentlichkeit. Seit dem 1. März ist ihre Autobiografie „Lessons: Mein Weg zu einem sinnerfüllten Leben“ nun auch in Deutsch erhältlich. Worum es geht? Um Hänseleien in der Kindheit, allerlei Strapazen, die ein erfolgreiches Model offenbar auf sich nehmen muss und um einen Beauty-Eingriff, den die gebürtige Brasilianerin mittlerweile als „eine der schlimmsten Entscheidungen“ ihres Lebens bezeichnet.

Gross zu sein, ist nicht einfach

Mitte der 1990er Jahre wurde sie zum Star der Fashion-Welt: Gisele Bündchen lief eine Modenschau nach der nächsten, liess sich für Magazincover ablichten und flog für ihren Job um die halbe Welt. Dass aus ihr einmal ein begehrtes Topmodel werden würde, hätte sie als junges Mädchen vermutlich selbst nicht geglaubt.

Wie sie in ihrem Buch schreibt, sei sie als Teenager mehrere Zentimeter grösser gewesen als so manche Jungen. Gebracht habe ihr das zu dieser Zeit allerdings nur Hohn und Spott. Immer wieder hätten sie ihre Mitschüler mit dem Spitznamen „Olly“ aufgezogen, basierend auf der schmächtigen „Popeye“-Figur Olivia Oyl. „Ich fühlte mich erniedrigt“, erinnert sich die heute 38-Jährige an ihre Schulzeit zurück.

Die Schattenseiten des Erfolgs

Das Modelleben birgt auch seine Schattenseiten. Das musste auch die Brasilianerin feststellen. Nicht nur das viele Herumreisen machte ihr zu schaffen, auch die „endlosen Fotoshootings“, bei denen sie ihren „Körper verformte“, „eine unnatürliche Pose nach der anderen“ einnahm und „kaum atmete“, stecken ihr heute noch in den Knochen. Sie leidet unter Rückenschmerzen, hat eine Skoliose und Knieprobleme. „Wenn man sich in jungen Jahren nicht um seinen Körper kümmert, das garantiere ich, zahlt man irgendwann den Preis dafür“, zieht Bündchen heute die Lehre aus ihrem turbulenten Berufsalltag.

Das Topmodel-Dasein hatte für die heute 38-Jährige jedoch nicht nur körperliche Konsequenzen. Auch psychisch stand es um sie nicht immer gut. In ihrem Buch erzählt Bündchen offen und ungeschönt von Panikattacken. „Alles war zu einem Käfig geworden, und ich war das Tier, das darin gefangen war und nach Luft schnappte“, schreibt sie. „Deine Welt wird kleiner und kleiner und du kannst nicht atmen. Das ist das schlimmste Gefühl, das ich je hatte.“

Die Depressionen wurden mit der Zeit schlimmer. Bis zu dem Punkt, an dem sie sich fragte, ob dieses Gefühl vielleicht enden würde, „wenn ich einfach von meinem Balkon herunterspringe“. Das Model suchte sich schliesslich medizinische Hilfe und fand mithilfe von Yoga und Meditation Wege, um zu sich selbst zurückzufinden.

Alles für die Schönheit?

Ist Gisele Bündchen heute glücklich? Mit American-Football-Spieler Tom Brady (41) hat das Supermodel den Star-Quarterback der NFL geheiratet und zwei gemeinsame Kinder mit ihm: Tochter Vivian (6) und Sohn Benjamin (9). Im Zuge dessen spricht die Brasilianerin aber auch von einer Entscheidung, die sie bis heute bereut.

Natürlich ist damit nicht die Entscheidung gemeint, Mutter zu werden. Bündchen leide hingegen unter einer Beauty-OP, die sie nach dem Stillen hatte vornehmen lassen. Da ihre Kinder „die linke Brust mehr wollten als die rechte“ sei ihre Oberweite im Anschluss „etwas schief“ und auch „viel kleiner“ gewesen. 2015 legte sie sich daher unters Messer. Mit dem traurigen Resultat, dass Bündchen nach der Operation ihren „eigenen Körper nicht wiedererkannte“.

Aus ihrem Fehler hat sie gelernt. Sie wollte zwar etwas für sich und ihr Aussehen tun, muss sich aber mittlerweile auch eingestehen, dass sie mit der OP hauptsächlich das Ziel verfolgt habe, anderen zu gefallen. „Die Lektion daraus ist, zuerst auf sich selbst zu hören, ehe man wichtige Entscheidungen trifft. Schliesslich ist man es selbst, der mit den Resultaten lebt.“

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