HappyPo: Nachhaltig sein in der täglichen Bad-Routine

HappyPo: Nachhaltig sein in der täglichen Bad-Routine

Im Zuge der Klopapier-Krise vom März 2020 gab es zahlreiche Debatten über unsere Lebensweise, persönliche Ansichten und gesellschaftliche Diskussionen darüber, wie wir als Menschheit mit uns und dem Planeten umgehen. Vielen wurde bewusst, dass sie ihre Art zu leben und auch zu arbeiten neu überdenken müssen. Dazu gehört es auch Verhaltensweisen zu hinterfragen, die hinter verschlossenen Türen stattfinden. Die Po-Hygiene ist eines dieser Themen.

Kurz nach dem der Alltag durch den Ausbruch des Covid-19 Virus beinahe zum Erliegen kam, war etwas Banales und Alltägliches vergriffen – das Klopapier. Viele Händler kamen nicht nach die Regale aufzufüllen, so schnell ausverkauft war eines der am weitesten verbreiteten Produkte. Kunden ärgerten sich über horrende Preise – mancherorts wurde ein grosses Geschäft für eine Packung gemacht.

12,1 Kilo Klopapier verbraucht allein jeder Deutsche laut Statistik im Schnitt jährlich, ganze 134 Rollen sind das. Das liegt beinahe über dem dreifachen, was zum Beispiel die Brasilianer verbrauchen. Dort wird für das Geschäft auf dem stillen Örtchen lediglich 3,4 Kilo im Jahr benötigt. Wie in vielen südlichen Ländern auch, wird auch dort Klopapier höchstens noch zum Abtrocknen des Hinterns verwendet. Die Hauptarbeit erfolgt durch den Einsatz von Wasser, zum Beispiel durch ein Bidet, einer Duschbrause oder der althergebrachten Giesskanne. Diese hautschonende Methode bringt viele Vorteile mit sich – für den Toilettenbesucher, wie auch für die Umwelt. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Die Benutzung einer Po-Dusche sorgt für bessere Hygiene und erleichtert das Säubern. Man verringert seinen ökologischen Fussabdruck und spart dabei Geld und Abfall ein. Die Haut wird schonend gereinigt, statt mit Papier abgeschmirgelt zu werden, wobei Mikro-Risse in der Haut entstehen, die wiederum für wunde Stellen sorgen. Und verstopfte Toiletten kommen so auch weitaus seltener vor.

Den beiden HappyPo Erfinder Oliver Elsoud und Frank Schmischke liegt der Nachhaltigkeitsaspekt besonders am Herzen. Sie wollen mit ihrer Erfindung ihren Beitrag zu einer besseren Welt leisten. In der globalisierten Welt haben sie den grossen Markt der Inspirationen erkannt, auf dem man die besten Ideen anderer Kulturen adaptieren und auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Mit ihrer durch die TV-Sendung „Die Höhle der Löwen” bekannt gewordenen Erfindung haben die beiden einen Nerv getroffen, der am anschaulichsten durch den Blick der sogenannten Zero-Waste-Bewegung (Null-Abfall) zu verstehen ist. Hierbei werden neue Wege gefunden, wie wir in unserer hochindustrialisierten Welt Ressourcen so weit wie möglich einsparen können – und das nicht einmal immer aus ökologischen Gründen, sondern manchmal aus reinem Idealismus heraus und der Denke, dass es auch anders gehen muss.