Ärger um „The Crown“: Wird der Queen eine Affäre angedichtet?

Olivia Cole als Queen Elizabeth II. und Tobias Menzies als Prinz Philip

Quelle: Sophie Mutevelian/Netflix

Nur noch wenige Tage und „The Crown“ geht weiter. Die neuen Folgen der Netflix-Serie sorgen aber schon jetzt für reichlich Wirbel.

Die Netflix-Serie „The Crown“, die sich um das Leben von Queen Elizabeth II. (93) dreht, sorgt gerade für Wirbel. Der Vorwurf: Dem britischen Königshaus werden Skandale angedichtet. So wird Queen-Tochter Prinzessin Anne (69) in Staffel drei (ab 17. November) angeblich als Verführerin dargestellt und bei Elizabeth II. selbst gibt es laut britischen Medienberichten Anspielungen auf eine aussereheliche Affäre.

In der neuen Staffel soll es demnach eine Episode geben, in der Prinzessin Anne in schwarzen Dessous zu sehen ist, während Andrew Parker Bowles mit nacktem Oberkörper erklärt: „Das hat Spass gemacht.“ Anne, gespielt von Erin Doherty (27), sieht das genauso und das Paar geht wieder zusammen ins Bett, berichtet „Daily Mail“ über die Folge. Die Szene spielt angeblich in den frühen 1970er Jahren, bevor Parker Bowles Camilla heiratete – die ungefähr zur gleichen Zeit mit Prinz Charles, Annes Bruder, zusammen war. Gerüchte über eine angebliche Affäre von Anne und Camillas Ex-Mann existieren tatsächlich…

Das ist „geschmacklos“

Andere Szenen deuten angeblich eine geheime Romanze zwischen der Queen und dem Rennpferde-Manager Lord Porchester an. Der frühere Pressesprecher der Monarchin, Dickie Arbiter (79), bezeichnete diese Geschichte aus der Serie laut „Sunday Times“ als „sehr unangenehm“ sowie „geschmacklos“ und „haltlos“. Elizabeth II. sei „die letzte Person auf der Welt, die jemals darüber nachgedacht hat, einen anderen Mann anzusehen“.

„Das ist nicht nur Sensationsmacherei, das ist Klatsch und Tratsch, der seit Jahrzehnten im Umlauf ist. Es hat absolut keine Substanz“, wird Arbiter zitiert. Es habe nie einen Beweis dafür gegeben, dass die Queen und Lord Porchester, dem sie bis zu seinem Tod im Jahr 2001 nahestand, mehr als nur Freunde gewesen seien. Und der ehemalige Mitarbeiter des Königshofes fügte hinzu: „‚The Crown‘ ist Fiktion. Niemand weiss irgendetwas über Gespräche zwischen Mitgliedern der königlichen Familie, aber die Leute werden die Geschichte erzählen, die sie wollen, und sie aufsehenerregend machen.“

Es geht 1977 weiter

Die Netflix-Serie macht in Staffel drei einen grossen Zeitsprung und steigt mit Oscar-Preisträgerin Olivia Colman (45, „The Favourite“) als Queen Elizabeth II. im Jahr 1977 in die Geschichte ein. Trotz der Vorwürfe rund um die Handlung: Die neue Hauptdarstellerin sorgt bereits für Begeisterung unter britischen Kritikern. So beschreibt „The Independent“ Colmans Darstellung der Monarchin als „hervorragend“. „The Vulture“ schreibt, die ganze Staffel sei ein „Beispiel für aussergewöhnliche Zurückhaltung“, die sich schliesslich tiefgründig auszahlen würde.

In weiteren Rollen sind unter anderem Tobias Menzies (45, „Outlander“) als Prinz Philip und Helena Bonham Carter (53, „Fight Club“) als Prinzessin Margaret zu sehen.