Fall Epstein: Prinz Andrew schiesst gegen US-Ermittler

Prinz Andrew wehrt sich gegen Anschuldigungen, er würde im Fall Epstein „null Kooperation“ leisten. Laut seinen Anwälten, habe der Herzog von York seine Hilfe bei mindestens drei Gelegenheiten angeboten.

Prinz Andrew (60) geht im Fall des verstorbenen Jeffrey Epstein in die Offensive: Über sein Anwaltsteam wehrte sich der Herzog von York nun öffentlich gegen die Anschuldigungen, er würde, trotz vorheriger Zusicherung, nicht mit den Ermittlern in den USA kooperieren.

„Der Duke of York hat dem DOJ (Department of Justice) bei mindestens drei Gelegenheiten in diesem Jahr seine Unterstützung als Zeuge angeboten“, heisst es in einem Statement, aus dem unter anderem die britische „BBC“ zitiert. Allerdings habe das DOJ gar nicht auf die ersten beiden Angebote reagiert. Stattdessen sei Staatsanwalt Geoffrey Berman, der im Fall Eppstein in New York ermittelt, an die Öffentlichkeit gegangen und habe Prinz Andrew an den Pranger gestellt. „Damit suchen sie vielleicht eher die Öffentlichkeit, als die angebotene Hilfe anzunehmen“, so Andrews Anwälte.

Der Herzog leistet „null Kooperation“?

Berman hatte Anfang März laut dem britischen „Guardian“ behauptet, Prinz Andrew hätte „die Tür“ bezüglich freiwilliger Zusammenarbeit „komplett geschlossen“ und würde „null Kooperation“ leisten. Andrew hatte im November noch gemeint, dass er dazu bereit sei, offiziell ermittelnden Behörden – sollte dies notwendig werden – behilflich zu sein.

Epstein wurde vorgeworfen, zahlreiche Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben. Er beging im August 2019 Suizid im Gefängnis. Gegen Prinz Andrew gibt es ebenfalls Anschuldigungen. Eines der Opfer, Virginia Giuffre, behauptet, sie sei dreimal zum Sex mit ihm gezwungen worden. Der Royal bestreitet die Vorwürfe.

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