Zum ersten Todestag: Durch diese Rollen bleibt Luke Perry unvergessen

Luke Perry mit Shannen Doherty

Quelle: imago images/Mary Evans

Am 4. März jährt sich der Tod von Schauspieler Luke Perry zum ersten Mal. Vor allem durch seine beiden beliebten Serienrollen lebt er weiter.

Schauspieler Luke Perry (1966-2019) ist am 4. März 2019 im Alter von 52 Jahren an den Folgen eines schweren Schlaganfalls gestorben. Sein plötzlicher und viel zu früher Tod hat die Film- und Serienwelt tief erschüttert. Der gebürtige US-Amerikaner wurde in den 1990er Jahren zum Frauenschwarm einer ganzen Generation und erlebte in den Jahren vor seinem Tod dank einer Rolle in einer angesagten Teenie-Serie eine Art zweiten Frühling. Mit diesen Figuren hat er sich in die Herzen der TV-Zuschauer gespielt.

Der Durchbruch mit „Beverly Hills, 90210“

„Beverly Hills, 90210“ (1990-2000) ist eine der Kultserien der 1990er Jahre. Luke Perry spielt darin den coolen, aber tiefgründigen Frauenschwarm Dylan McKay. Er verdreht zunächst Brenda Walsh (Shannen Doherty, 48) den Kopf, ehe er sich in ihre beste Freundin Kelly Taylor (Jennie Garth, 47) verliebt. Das wohl bekannteste Liebesdreieck der 1990er Jahre ist geboren. Vor den Traualtar tritt Dylan McKay allerdings mit einer anderen Dame: Antonia „Toni“ Marchette (Rebecca Gayheart, 48). Sie stirbt den Serientod. Nach diesem Verlust verlässt Dylan Los Angeles – und Luke Perry die Serie.

In Staffel neun kehrt Dylan McKay überraschend zurück und bringt dadurch das Leben von Kelly durcheinander. Bis die beiden wieder ein Paar werden, dauert es jedoch eine Weile. Sie küssen sich im grossen Serienfinale der zehnten Staffel bei der Hochzeit von Donna (Tori Spelling, 46) und David (Brian Austin Green, 46). Ein Happy End, das ihnen bis zum Serienableger „90210“ (2008-2013) vergönnt ist. Darin sind die beiden zwar kein Paar mehr, doch es kommt heraus, dass sie einen gemeinsamen Sohn haben. Perrys Tod verhindert sein Auftauchen im Revival-Spin-off „BH90210“ (2019), das nach einer Staffel wieder abgesetzt wurde.

Zurück ins Rampenlicht mit „Riverdale“

Perry steht während und nach seiner Zeit bei „Beverly Hills, 90210“ für zahlreiche Film- und TV-Projekte vor der Kamera, darunter auch etliche Western. Er ist unter anderem in „Das fünfte Element“ (1997) neben Bruce Willis (64) und Milla Jovovich (44) zu sehen und übernimmt Serienrollen in „Jeremiah – Krieger des Donners“ (2002-2004), „Law & Order: Special Victims Unit“ (2008) oder „Body of Proof“ (2012-2013).

Wirklich grosse Hits bleiben aber aus, bis er 2017 für die Serie „Riverdale“ gecastet wird. Sie basiert auf den gleichnamigen Figuren der Archie Comics und ist hierzulande via Netflix zu sehen. Luke Perry übernimmt die Rolle von Fred Andrews, dem Vater von Hauptfigur Archie (KJ Apa, 22). Seine Figur erfreut sich grosser Beliebtheit unter den Fans der Serie.

Luke Perry stirbt mitten in den Dreharbeiten zur dritten Staffel. Seine Abwesenheit wird zunächst mit einer Geschäftsreise erklärt. Zu Beginn der vierten Staffel wird ihm dann eine ganze Folge gewidmet. Fred Andrews stirbt einen tragischen Serientod – bei einem Autounfall mit Fahrerflucht. Bei der Beerdigung hält Archie eine rührende Grabrede. „Fred Andrews wird immer ein Teil von Riverdale sein. Ich liebe dich so sehr, Dad“, sagt er etwa. Eine wahrlich besondere und emotionale Hommage.

Letzter Kino-Auftritt dank Quentin Tarantino

Vor seiner „Riverdale“-Abschiedsfolge, die im Herbst 2019 veröffentlicht wird, ist Luke Perry im Sommer 2019 in seinem letzten Kinofilm zu sehen. In „Once Upon a Time… in Hollywood“ (2019) von Regisseur Quentin Tarantino (56) verkörpert er den kanadischen Schauspieler Wayne Maunder (1937-2018). Die beiden Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio (45) und Brad Pitt (56), der den Oscar für seine Performance im Film gewonnen hat, haben im Zuge der Pressetour für den Film in den höchsten Tönen von Luke Perry geschwärmt.

Leonardo DiCaprio nannte Perry den „nettesten, liebsten Menschen“, dem er jemals begegnet sei. Für ihn sei Perry aufgrund seiner Rolle in „Beverly Hills, 90210“ als Dylan McKay „buchstäblich der coolste Kerl auf der ganzen Welt“ gewesen. Brad Pitt bezeichnete Perry als „diese Ikone der Coolness“. Er habe etliche wundervolle Gespräche mit ihm am Set geführt. Perry sei „unglaublich bescheiden“ gewesen und hätte nicht „freundlicher und wunderbarer sein können“.

Luke Perry war zum Zeitpunkt seines Todes mit Wendy Madison Bauer verlobt. Das Paar war elfeinhalb Jahre liiert. Aus Perrys erster Ehe mit Rachel „Minnie“ Sharp, die von 1993 bis 2003 hielt, stammen seine beiden Kinder, Sohn Jack (22) und Tochter Sophie (19). Durch seine Rollen bleibt Luke Perry für immer unvergessen.