So war das „GZSZ“-Comeback für Senta-Sofia Delliponti

Wie Senta-Sofia Delliponti ihr „GZSZ“-Comeback erlebt hat und welche Pläne sie für die Zukunft hat, verrät die Schauspielerin im Interview.

Schauspielerin Senta-Sofia Delliponti (30) meldet sich als Tanja Seefeld für einige Wochen bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ zurück. Und auch in ihrer Karriere als Sängerin, hier ist sie unter dem Künstlernamen Oonagh aktiv, gibt es Neues zu berichten: Ihr „Best of“-Album ist da und sie geht 2021 auf Tour. Wie das „GZSZ“-Comeback für die 30-Jährige war, ob sich ihre Figur verändert hat und was sie als Musikerin in der Corona-Zeit am meisten vermisst, hat Senta-Sofia Delliponti der Nachrichtenagentur spot on news erzählt.

Sie kehren nach sieben Jahren zu „GZSZ“ zurück. Wie fühlt sich dieses Comeback an?

Senta-Sofia Delliponti: Vertraut und trotzdem neu. Es war eine aufregende Zeit wieder für ein paar Wochen bei „GZSZ“ zu sein und die Rolle Tanja Seefeld wieder zum Leben zu erwecken. Es hat wirklich Spass gemacht.

Was haben Sie in den letzten sieben Jahren vom „GZSZ“-Set am meisten vermisst?

Delliponti: Ich bin froh, dass ich nichts vermissen musste. Meine Kollegen sind zu Freunden geworden und Teil meines Lebens. Ich habe mich meiner Musik gewidmet, die mich total erfüllt. Alles war und ist weiterhin verbunden miteinander.

Haben Sie die Serie privat auch immer mitverfolgt?

Delliponti: Ich habe mir gerne mal eine Folge angeschaut, wenn mir meine Freundin von ein paar Szenen oder von ihrem Geschichtenstrang erzählt hat.

Auf welche Kollegen freuen Sie sich am meisten?

Delliponti: Eva Mona Rodekirchen und Iris Mareike Steen.

In Ihrer Rolle waren Sie als Unruhestifterin bekannt. Was führt Tanja dieses Mal im Schilde?

Delliponti: Tanja hat sich weiterentwickelt und ist erwachsener geworden, es liegen schliesslich sieben bis acht Jahre dazwischen. Sie hat sich auch der Musik gewidmet und über dieses Ventil konnte sie viel reflektieren. Tanja agiert stets intuitiv und dadurch, dass sie sich mit spirituellen Dingen beschäftigt, auch emphatischer und mitfühlend.

Tanjas Serienmutter Maren hat gerade ihren Geliebten, Alex, verloren. Waren Sie von seinem Serientod bzw. dem Ausstieg von Clemens Löhr überrascht?

Delliponti: Ja, war ich und auch von dem Unfall als Alex gestorben ist. Es kam aus dem Nichts. Ich habe viel mit Clemens gesprochen und glaube, dass es für ihn als Mensch, Schauspieler, als Regisseur eine gute Idee war und er Lust hatte auf neue Herausforderungen.

Sie werden nur für ein paar Wochen zurückkehren. Ist auch ein längeres Comeback geplant?

Delliponti: Erstmal nicht.

War es schwer für Sie, wieder in die alte Rolle hineinzufinden?

Delliponti: Ich habe im Vorfeld viel mit einem Schauspielcoach gearbeitet und hatte eine klare Haltung für meine Rolle. Aufgeregt war ich trotzdem, aber mehr und mehr spürte ich, dass ich meiner Intuition und meinen Impulsen vertrauen kann. Es war wie Fahrrad fahren.

Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen Ihnen und Ihrer Rolle?

Delliponti: Auch in mir lebt ein inneres wütendes Kind wie bei Tanja (lacht). Tanja kann naiv sein, lebensfroh und begeisterungsfähig… und ich auch. Tanja ist schnell aufbrausend und plump und ich bin da schon eher viel mitfühlender, geduldiger, einfühlsamer und klarer.

Könnten Sie sich vorstellen, wieder öfter vor der Kamera zu stehen?

Delliponti: Ja, sehr gerne. Ich liebe es vor der Kamera zu stehen, Geschichten zu erzählen und einfach verschiedene Seiten von mir zu zeigen.

Neben der Schauspielerei sind Sie vor allem als Sängerin aktiv. Mit 30 Jahren veröffentlichen Sie bereits ein Best-of-Album. Auf welche Höhe- und Tiefpunkte blicken Sie in Ihrer Karriere zurück?

Delliponti: Die letzten sieben Jahre waren sehr intensiv für mich und ich hatte die Zeit, alles mal sacken zu lassen. In dieser Zeit sind so viele Songs entstanden, die mich begleitet haben auf meinem Weg. Ich durfte viele Tourneen spielen, habe mit tollen Menschen zusammengearbeitet, bin in der ganzen Welt herumgereist und habe die Vielfalt der verschiedensten Kulturen mit in meine Musik einfliessen lassen. Für mich ist alles ein Geschenk und ich liebe es, zu singen. Ich konnte über die Jahre wachsen als Mensch und dadurch auch als Musikerin.

Wie bringen Sie Ihre beiden Karrieren als Schauspielerin und Sängerin und Ihr Privatleben als Mutter unter einen Hut?

Delliponti: Dazu braucht es eine gute Organisation und ich habe eine tolle Familie an meiner Seite, die mich sehr unterstützt und mir den Raum gibt, die Dinge zu tun, die mir ganz viel Spass machen.

Wie geht es Ihnen in der Corona-Krise ohne Konzerte und Auftritte?

Delliponti: Ich vermisse die Konzerte, meine Band, mein Live-Team und ich vermisse meine Fans und mit ihnen zu singen und zu tanzen. Für mich als Musikerin ist es das Grösste, live zu spielen und die kreativen Prozesse, die erst im Proberaum stattfinden, dann auf die Bühne zu packen und das ganze Spektakel zum Leben zu erwecken und miteinander Musik zu feiern. Ich glaube, dass Kultur für unsere Gesellschaft unglaublich wichtig ist und wünsche mir, dass ich bald wieder live spielen kann.

Ihre kommende Tour trägt den Titel „Eine neue Zeit“. Inwiefern fängt für Sie persönlich jetzt eine neue Zeit an?

Delliponti: Vieles hat sich verändert und vieles wird sich noch verändern. Ich habe mich verändert, denn ich habe mir in dieser Zeit Fragen gestellt, die für mich bewusstseinserweiternd waren. Ich habe mich neu kennengelernt und dies hat natürlich auch Auswirkungen auf meine Musik und meine Konzerte. Dinge sacken zu lassen, zu hinterfragen und zu reflektieren gibt mir neue Power und mein Herz sehnt sich wieder danach, Konzerte zu spielen. Meine Tournee Anfang 2021 wird „Eine neue Zeit 2.0“.