Wie sicher ist es, zu den Olympischen Winterspielen zu reisen?

Vom 9. bis 25. Februar steigen die Olympischen Spiele in Südkorea. Das sportliche Großereignis ist schon seit Monaten in aller Munde. Neben dem Sport sorgte auch das Thema Doping für reichlich Gesprächsstoff

Quelle: Shuttertock.com/ Giannis Papanikos

Die Olympischen Winterspiele 2018 in Südkorea sind in aller Munde. Und das nicht allein des Sports wegen. Bereits im Vorfeld nahmen die Diskussionen rund um Dopingskandale im russischen Team kein Ende. Aber auch das Thema Sicherheit beunruhigt Sportfans und Sportler gleichermassen.

Der Jubel war gross als die Olympischen Winterspiele 2011 an Südkorea vergeben wurden. Doch die Spannungen zwischen dem Nachbarstaat Nordkorea und den USA waren und sind nicht minder klein. Der Austragungsort Pyeongchang liegt nicht weit von der der nordkoreanischen Grenze entfernt, was bei so manchem für Sicherheitsbedenken sorgt.

Viele Tickets gehen nicht weg

Dies mag ein Grund sein, warum bis zum 10. Dezember 2017 lediglich 55 Prozent der verfügbaren Tickets an den Mann gebracht wurden, immerhin – bis Anfang November waren es magere 31 Prozent. Aber nicht nur bei dem Kartenverkauf des Grossereignisses sieht es bescheiden aus. Wie die „Washington Post“ berichtet, besuchten in den ersten neun Monaten 2017 fast ein Viertel Touristen weniger Südkorea, als im gleichen Zeitraum 2016.

Reisewarnungen bestehen bisher allerdings nicht. Weder das US-amerikanische Aussenministerium noch die Organisatoren in Pyeongchang haben spezielle Warnhinweise herausgegeben. Experten wie Robert E. Kelly von der Universität Busan in Südkorea, sehen kein erhöhtes Risiko für Sportler und Besucher: „Ich denke, die Spiele sind sicher.“

IOC-Präsident: „Habt Vertrauen in Südkorea“

Zuletzt war ein gemeinsames Einlaufen Nord- und Südkoreas bei der Eröffnungszeremonie im Gespräch. In seiner Neujahrsansprache sagte der Machthaber des kommunistischen Landes Kim Jong-un, die Spiele wären eine gute Möglichkeit, um „die Einheit des Volkes“ zu demonstrieren. Ein gemeinsames Auftreten nord- und südkoreanischer Sportler würde im stetig schwelenden Konflikt ein positives Zeichen setzen.

Auch IOC-Präsident Thomas Bach äusserte sich positiv. Im Interview mit „Welt am Sonntag“ sagte er: „Habt Vertrauen in Südkorea. Dort wird alles Erdenkliche getan, um die Spiele zu sichern.“ Das allgemeine Fazit lautet also offensichtlich: Die Spiele sind sicher! Nun gut, dann steht einem Besuch in Südkorea nichts mehr im Wege – ausreichend Tickets gibt es ja noch.

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