Anne-Marie: «Ich hatte einfach Lust auf ein Nippelpiercing» | TREND MAGAZIN
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Quelle: WMG

Verrückte Styles

Anne-Marie: «Ich hatte einfach Lust auf ein Nippelpiercing»

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Anne-Marie kann mehr, als nur Megahits ihre rauchige Stimme zu leihen. Denn die aufgedrehte Britin ist auch etwas fürs Auge! Das hat sie nicht zu letzt ihrem ausgefallenem Style zu verdanken, der bei ihr sogar unter die Haut geht…

Ihre Stimme kennt durch Hits wie „Rockabye“ mit Clean Bandit feat. Sean Paul oder „Alarm“ jeder. Doch kaum einer kann dem leicht heiseren Power-Organ ein Gesicht zuordnen. Bis jetzt. Denn Anne-Marie tourt momentan mit Weltstar Ed Sheeran durch Europa. Auf der Bühne präsentiert die quirlige Engländerin nicht nur ihre aussergewöhnliche Stimme, sondern ebenso aussergewöhnliche Outfits – ein bunter Mix aus 90er-Looks, vergessenen Modeschätzchen und extravaganten Accessoires. Im Interview fällt sofort auf: Die hübsche Blondine trägt auch privat ihren ganz eigenen, verrückten Style – auch unter den Klamotten.

Sie machen modisch Ihr eigenes Ding, haben Ihren ganz eigenen Look mit ausgefallenen Frisuren und verrückter Kleidung. Wie sind Sie darauf gekommen? Kam dieser Look erst mit dem Erfolg?

Anne-Marie: Ich habe schon immer versucht, mich anders zu kleiden als andere. Ich möchte einfach nicht wie alle anderen sein. Das war auch schon vor meinem musikalischen Erfolg so. Ich bin nie in Geschäften einkaufen gegangen, wo die anderen hingingen. Ich ging immer in Vintageshops oder Wohltätigkeits-Läden shoppen, um alte Sachen zu finden. So war ich schon immer und wollte das auch jetzt weiterführen. Ich kann Leuten damit zeigen, dass ich ganz normal bin und man nicht tragen muss, was alle tragen.

Ist Ihnen also ganz egal, was andere Leute über Ihren Style sagen?

Anne-Marie: Ja, das hat viel mit der Überzeugung zu tun. Es ist mir nicht wichtig, was die Medien denken. Solange ich damit glücklich bin, ist es mir egal. Darum arbeite ich auch kaum mit Stylisten. Denn wenn mich jemand in Klamotten steckt und es dann negative Kommentare dazu gibt, rege ich mich am Ende nur auf und denke: „Hätte ich mich selbst gestylt, würde ich mich jetzt nicht so schlecht fühlen.“ Im Grunde ist es das Gleiche auch mit der Musik, denn ich schreibe meine eigenen Songs. Wenn ich etwas rausbringe, was anderen nicht gefällt, ist es mir egal, weil es meine Kunst ist.

Ihr Plattenlabel „Rocket Music“ gehört Elton John, der sich auch gerne ausgefallen kleidet…

Anne-Marie: Er ist grossartig. Er schaut immer, was ich so mache. Ich habe ihn schon mehrmals getroffen. Er ist jemand, zu dem man hinaufschauen und sagen kann: Er hatte keine Angst davor, das zu tragen, was er wollte. Ich finde, das sind die besten Leute, wie David Bowie, Elvis Presley…

Fans sagen, Sie haben optisch Ähnlichkeit mit Drew Berrymore oder Ellie Goulding. Werden Sie gerne mit anderen verglichen?

Anne-Marie: In Grossbritannien habe ich das noch nie gehört. Als ich dann nach Amerika ging, hat mir jeder gesagt, dass ich aussehe, wie Drew Berrymore. Ich finde das cool, denn ich finde sie wunderschön!

Verraten Sie uns Ihren besten Beauty-Geheimtipp?

Anne-Marie: Ich schminke mich immer ab, bevor ich zu Bett gehe. Daran muss man immer denken. Als ich jünger war, habe ich mich nie geschminkt. Dann irgendwann habe ich es mit Make-up total übertrieben und manchmal sogar damit geschlafen. Morgens hatte ich dann schlechte Haut. Darum schminke ich mich jeden Abend ab, seitdem habe ich gute Haut – Gott sei Dank!

Sie haben erst letztens via Instagram ein neues Tattoo präsentiert: eine Rose am Po. Was hat es damit auf sich?

Anne-Marie: Meine Grossmutter hiess Rose und mein zweiter Vorname ist Rose. Sie ist gestorben, als ich 13 war. Ich wollte schon immer in Gedenken an sie eine Rose irgendwo an meinem Körper haben. Warum es der Po geworden ist, hat keinen besonderen Grund. Aber ich wollte es nicht an einer normalen Stelle haben. Das ist einfach so ein Tick von mir: Ich möchte nicht wie alle anderen sein.

Sie haben noch mehr Tattoos, ausserdem Piercings…

Anne-Marie: Ja, ich habe mir das Piercing am Ohr erst vor kurzem stechen lassen, es tut immer noch weh. Ansonsten habe ich normale Ohrlöcher… und Nippelpiercings. Die haben aber wirklich wehgetan! Ich habe sie mir letztes Jahr in Los Angeles stechen lassen, ganz spontan, und ich war nicht betrunken! Ich sass im Flugzeug und dachte: „Ich will mir meine Brustwarzen piercen lassen!“ Sobald ich gelandet war, ging ich zu einem Piercingstudio und hab es einfach gemacht. Ich bin sehr impulsiv. Wenn ich eine Idee habe, muss ich sie gleich umsetzen. Das ist beängstigend für andere Leute, aber wenn ich die Dinge dann nicht mache, bereue ich es nachher.

Was würden Sie Mädchen auf den Weg geben, die solche permanenten Veränderungen an sich vornehmen wollen?

Anne-Marie: Das stimmt wohl, es ist für immer – darum sollte man gut darüber nachdenken. Das soll nicht heissen, es nicht zu tun. Es sollte nur etwas Besonderes sein und nicht nur ein Trend. Nur, weil jeder dieses eine Motiv als Tattoo hat, muss man es nicht auch machen lassen. Schau, dass es etwas Persönliches ist und dann mach es einfach! …Wahrscheinlich werde ich als Mutter irgendwann das komplette Gegenteil sagen…

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Kategorie: Interviews

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