Annemarie Carpendale: So gelingt eine glückliche Partnerschaft

Annemarie Carpendale führt durch die neue Datingshow "Der Heiratsmarkt".

Quelle: ProSieben/Richard Hübner

Annemarie und Wayne Carpendale feiern Ende September ihren zehnten Hochzeitstag. Im Interview verrät die Moderatorin ihre Zutaten für eine glückliche und langlebige Partnerschaft.

„Immer in Bewegung und meistens glücklich“, beschreibt Annemarie Carpendale (45) ihre Ehe mit Wayne Carpendale (46) im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Das Paar feiert Ende September bereits seinen zehnten Hochzeitstag. Genaue Pläne gibt es für den Ehrentag noch nicht: „Wir haben uns beide freigenommen und lassen uns treiben. Hauptsache, ein bisschen Auszeit zusammen“, verrät die Mutter eines fünfjährigen Sohnes weiter. Ab dem 10. August ist die Moderatorin in der neuen Datingshow „Der Heiratsmarkt“ als TV-Kupplerin im Einsatz, in der die Eltern die Partnerwahl für ihre Kinder in die Hand nehmen.

Hätten Sie sich früher vorstellen können, Ihre Partnerwahl in die Hände Ihrer Eltern zu geben?

Annemarie Carpendale: Einerseits ja, weil wir immer ein super Verhältnis hatten und meine Eltern mich während meines Studiums zu allen Abenteuern (mit Bellini um die Welt reisen und Co.) ermutigt haben. Andererseits nein, weil ich eigentlich gar nie den Bedarf hatte – im Gegensatz zu den Kandidaten bei „Der Heiratsmarkt“, die sind teilweise vier, fünf, sechs Jahre Single – da war ich echt überrascht, also, die Jugend heutzutage. (lacht)

Was glauben Sie, nach welche Kriterien hätten Ihre Eltern Ihren potenziellen Partner ausgesucht?

Carpendale: Ich glaube, für Eltern ist es am wichtigsten, dass der Typ verlässlich ist, keinen Scheiss baut und die Tochter glücklich macht. Ich hoffe, meine Eltern hätten mir keinen Langweiler ausgesucht, sondern auch einen, mit dem man Pferde stehlen kann.

Wie haben Ihre Eltern schliesslich auf Wayne reagiert, waren die beiden anfangs skeptisch?

Carpendale: Wer wird denn bei Wayne skeptisch!? Ne, als sie ihn auf meinem 30. Geburtstag kennengelernt haben, waren wir noch gar nicht zusammen, da war das Kennenlernen total unkompliziert. Aber wie Mamas so sind, hat sie schon geahnt, dass sich da was anbahnt, das wussten sogar wir zu dem Zeitpunkt noch nicht so wirklich.

Sie feiern in diesem Jahr Ihren zehnten Hochzeitstag. Haben Sie irgendetwas Besonderes geplant?

Carpendale: Planen ist bei uns nicht so. Wir haben beide den Tag frei genommen und lassen uns treiben. Hauptsache, ein bisschen Auszeit zusammen.

Wie würden Sie Ihre Ehe beschreiben?

Carpendale: Immer in Bewegung und meistens glücklich.

Was ist für Sie das Geheimnis einer langen und glücklichen Partnerschaft?

Carpendale: DAS Geheimnis gibt’s natürlich nicht. Aber wichtige Zutaten sind: Respekt vor dem anderen und dem, was er gerne macht. Immer Reden, auch und gerade über das, was einem nicht passt. Das Leben so oft es geht geniessen und spontan sein, wenn das irgendwie geht. Und wenn man es dann noch schafft, die Anziehung irgendwie zu erhalten, dann ist man schon ganz gut dabei.

Auch Wayne moderierte in diesem Jahr schon mit „Herz an Bord“ eine Datingshow. Haben Sie sich Tipps von ihm geholt?

Carpendale: Haha, dann hätte er wiederum wohl vorher bei mir bei „Kiss Bang Love“ oder „How Fake is Your Love“ was abgeschaut. Jede dieser Shows hat zwar was mit Dating zu tun, aber ist tatsächlich für sich ganz speziell und hat ihren eigenen Twist, da gilt nur: sich in die Kandidaten und Situationen reinfuchsen und dann lieben, was man tut, dann läuft es am besten.

Was unterscheidet „Der Heiratsmarkt“ von den vielen anderen Datingshows im TV?

Carpendale: Na, das Besondere ist natürlich der Generationen-Clash. Nicht nur, dass die Eltern die Partnerwahl übernehmen. Wenn die Singles sich kennenlernen, während die Schwiegereltern in Spe gleich mit ins Haus einziehen, kann man sich schon ungefähr vorstellen, wie wild da die ein oder andere Mischung ist und wie viele spannende Konflikte da aufkommen.

Wenn Sie eine Partnerin für Ihren Sohn aussuchen dürften: Was wäre Ihnen wichtig?

Carpendale: Auf jeden Fall jemand, der nicht nur Haus, Kind und Kegel will, sondern jemand, mit dem er auch spontan sein und das Leben geniessen kann.

Mit „Der Heiratsmarkt“ wartet eine neue Herausforderung auf Sie. Ihre langjährige Sendung „red.“ wird dagegen eingestellt. Wie sehr hat Sie das Aus getroffen?

Carpendale: „red.“ ist mein Baby, das ich damals zusammen mit der Redaktion quasi geschaffen habe, wenn man das so sagen kann. Vor allem für diese tollen kreativen Menschen hinter der Kamera zerreisst es mir das Herz. Die Marke „red.“ bleibt zumindest erhalten, auf jeden Fall ein kleiner Trost.

Wie gross ist die Angst, dass Ihre neue Show floppen könnte?

Carpendale: Ich bin bei sowas nicht ängstlich, sondern freue mich, dass wir in diesen Zeiten die Chance haben, was Neues, Tolles, Kreatives auf die Beine zu stellen – und in dem Fall ist ja mit neu auch weltweit neu gemeint.

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