Golden Globe Awards: Trophäen für Renée Zellweger und Joaquin Phoenix

US-Star Renée Zellweger mit ihrem Golden Globe Award

Quelle: imago images/UPI Photo

Renée Zellweger und Joaquin Phoenix gewinnen bei den Golden Globes als beste Hauptdarsteller eines Dramas. Die Streamingdienste überraschten.

Bei den 77. Golden Globe Awards, die am Sonntag in Beverly Hills verliehen wurden, setzten sich einige Favoriten durch. Doch es gab auch Überraschungen.

Die erwarteten Gewinner

Die US-Stars Renée Zellweger (50) und Joaquin Phoenix (45) wurden als beste Hauptdarsteller in einem Drama geehrt. Zellweger bekam ihre Auszeichnung für die Darstellung der US-Ikone Judy Garland im Biopic „Judy“. Phoenix brillierte in der Comicverfilmung „Joker“.

Taron Egerton (30) wurde als bester Hauptdarsteller Musical/Komödie für seine Darbietung im Elton-John-Biopic „Rocketman“ ausgezeichnet. „Once Upon a Time… in Hollywood“ sahnte gleich mehrmals ab: als beste Musical/Komödie, für das beste Drehbuch (Quentin Tarantino, 56) und mit Brad Pitt (56) als bestem Nebendarsteller Musical/Komödie.

Die Überraschungen

Dass der Antikriegsfilm „1917“ (dt. Kinostart: 16. Januar) als bestes Drama und dessen Regisseur Sam Mendes (54) für die beste Regie ausgezeichnet wurden, überraschte. Ausserdem schrieb Rapperin Awkwafina (31) Geschichte, indem sie als erste Darstellerin asiatischer Abstammung den Golden Globe Award in der Kategorie beste Hauptdarstellerin (Musical/Komödie) gewann; ausgezeichnet worden war sie für ihre Rolle in „The Farewell“.

Und auch die Streamingdienste schnitten anders ab als erwartet. Netflix konnte beispielsweise nur wenige der insgesamt 34 Nominierungen in Preise ummünzen. Eine Preisträgerin war die britische Schauspielerin Olivia Colman (45), die für ihre Rolle in „The Crown“ (seit 2016) als beste Hauptdarstellerin einer Dramaserie gekrönt wurde. Einen weiteren Netflix-Erfolg zog Schauspielerin Laura Dern (52) als beste Nebendarstellerin in der Tragikomödie „Marriage Story“ an Land.

Weitere Preisträger

Der Preis für die beste Filmmusik ging an Hildur Guðnadóttir (37) für den „Joker“. Der beste Filmsong wurde „(I’m Gonna) Love Me Again“ aus „Rocketman“ von Elton John (72).

Als beste Dramaserie konnte sich „Succession“ durchsetzen; Hauptdarsteller Brian Cox (73) gewann ebenfalls. Die beste Serie (Komödie/Musical) ist „Fleabag“. Auch hier gewann Hauptdarstellerin Phoebe Waller-Bridge (34) die Trophäe. Als beste Miniserie/Fernsehfilm wurde „Chernobyl“ ausgezeichnet. Für seine Rolle darin wurde Stellan Skarsgård (68) als bester Nebendarsteller geehrt.

Bester Hauptdarsteller (Miniserie/Fernsehfilm) wurde Russell Crowe (55) in „The Loudest Voice“. Beste Hauptdarstellerin (Miniserie/Fernsehfilm) ist Michelle Williams (39) in „Fosse/Verdon“. Beste Nebendarstellerin (Serie, Miniserie oder Fernsehfilm) wurde Patricia Arquette (51) in „The Act“. Bester Serien-Hauptdarsteller (Komödie/Musical) wurde Ramy Youssef (28) in „Ramy“.

Bester Animationsfilm wurde in diesem Jahr „Mister Link – Ein fellig verrücktes Abenteuer“. Und als bester fremdsprachiger Film setzte sich „Parasite“ aus Südkorea unter anderem gegen „Leid und Herrlichkeit“ des spanischen Regie-Stars Pedro Almodóvar (70) durch.

Zwei Preisträger standen indes vorab bereits fest: US-Moderatorin Ellen DeGeneres (61) bekam den Carol-Burnett-Preis für besondere TV-Persönlichkeiten und US-Schauspieler Tom Hanks (63) wurde mit dem Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk bedacht.