Schutz gegen Datenverlust: Was tun, wenn das Smartphone weg ist?

So beugt man möglichem Ärger beim Verlust eines Smartphones vor

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Smartphone, Tablet und Co. gehen häufiger verloren, als man glauben könnte. Wie eine aktuelle Studie zeigt, schützen sich wenige User richtig.

Egal ob aus Tollpatschigkeit, Unachtsamkeit oder wegen eines Diebstahls: Viele haben schon einmal ein Smartphone, Tablet oder Notebook verloren. Das geht aus einer aktuellen Omniquest-Umfrage im Auftrag des IT-Security-Herstellers ESET in Deutschland hervor, bei der 1’000 Männer und Frauen befragt wurden. Besonders ärgerlich: 63,2 Prozent gaben an, dass sie das entsprechende Gerät nach dem Verlust nie mehr wiedergesehen haben.

Natürlich ist das schon wegen des reinen Warenwerts, der verloren geht, oft ärgerlich. Doch noch viel wichtiger dürften vielen Usern ihre Daten sein. Denn besonders schlimm wird es, wenn wichtige Dateien nur auf diesem einen Gerät gespeichert sind, das nicht mehr auffindbar ist. Man denke beispielsweise an Bilder von Freunden und der Familie, an wichtige Unterlagen oder Schriftstücke und dergleichen mehr.

Zu wenige Nutzer schützen sich

Doch wenn Handy und Co. weg sind, dann ist es zu spät, wenn man nicht vorgebeugt hat. Gleichzeitig geben aber nur 32,1 Prozent der Befragten an, dass sie eine Anti-Diebstahl-Software installiert haben. „Viele Anwender scheinen sich schlichtweg des Risikos nicht bewusst zu sein, dem ihre mobilen Devices und damit ihre sensiblen Daten ausgesetzt sind. Dabei wissen wir bereits aus der analogen Welt, dass sich niemand durch Vorsicht allein gegen Verlust oder Diebstahl schützen kann“, erklärt ESET-Sicherheitsexperte Thomas Uhlemann.

Mit entsprechender Software ist es beispielsweise möglich, sensible Daten zu verschlüsseln oder auch ein verlorenes Gerät zu orten. Teilweise ist es – je nach Software – sogar möglich, Daten aus der Ferne zu löschen, bevor Unbefugte Zugriff darauf haben. Im Falle eines Diebstahls ist es zudem möglich, dass ein Handy mit entsprechend aktivierter Funktion ein Foto des Übeltäters knipst und dieses an den rechtmässigen Eigentümer schickt.

Backups sind das A und O

In jedem Fall sollten Nutzer Sicherungskopien erstellen, damit ein möglicher Verlust nicht zu gross ist. „Wer das Thema Datensicherheit und den Schutz der eigenen Daten ernst nimmt, kommt um Backups nicht herum“, erklärt Uhlemann auf Nachfrage der Redaktion. Wie häufig dies geschehen sollte, hängt dabei vom Nutzer ab.

Der Experte erklärt: „Wer beispielsweise nur gelegentlich Texte bearbeitet und die Daten auf seinem Rechner nur selten verändert, wird mit einem wöchentlichen Backup auskommen. Bei Power-Nutzern sieht das natürlich anders aus. Hier sollte es zur Gewohnheit werden, die Daten am Ende des Tages auf einem externen Medium oder in seinem Cloud-Speicher zu sichern.“ Dabei sollten User allerdings beachten, dass die Festplatte nicht durchgängig an den Rechner angeschlossen ist und dass die Daten in der Cloud verschlüsselt gespeichert werden.