„Harry Potter“-Autorin J. K. Rowling gibt Menschenrechtspreis zurück

Die wegen ihrer Ansichten in die Kritik gekommene „Harry Potter“-Autorin J. K. Rowling hat einen Menschenrechtspreis zurückgegeben, der ihr im vergangenen Jahr verliehen worden war.

Die britische Autorin J. K. Rowling (55), die vor allem durch ihre „Harry Potter“-Romanreihe berühmt wurde, hat einen ihr verliehenen Menschenrechtspreis zurückgegeben. Das erklärt die Schriftstellerin auf ihrer Website. Die gemeinnützige Organisation Robert F. Kennedy Human Rights (RFKHR) hatte sie 2019 ausgezeichnet.

Unter anderem wegen des „sehr ernsthaften Konflikts in den Ansichten von mir und RFKHR, denke ich, dass ich keine andere Möglichkeit habe, als die ‚Ripple of Hope‘-Auszeichnung zurückzugeben, die ich im vergangenen Jahr erhalten habe“, schreibt Rowling. Sie könne es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, den Award zu behalten, nachdem Kerry Kennedy (60), die Vorsitzende der Organisation und eines der Kinder des 1968 ermordeten Robert F. Kennedy, sich kritisch über Rowling geäussert hatte.

Eine „tiefe Enttäuschung“

Rowling, die für ihre Arbeit mit der von ihr gegründeten Wohltätigkeitsorganisation Lumos ausgezeichnet worden war, hatte vor wenigen Monaten zunächst mit mehreren Tweets für Aufsehen gesorgt. Mit umstrittenen Aussagen über transsexuelle Menschen hatte sie auch einen grossen Teil ihrer Fangemeinde verärgert.

Kennedy hatte die Autorin kürzlich auf der Homepage ihrer Organisation stark kritisiert. Sie habe mit Rowling gesprochen, um dieser ihre „tiefe Enttäuschung“ darüber auszudrücken, dass die Schriftstellerin ihr Talent dazu missbrauche, eine Narrative zu erschaffen, die „die Validität und Integrität der gesamten Gemeinschaft transsexueller Menschen – einer Gemeinschaft, die unverhältnismässig stark unter Gewalt, Diskriminierung, Belästigungen und Ausgrenzung leidet […]“, untergrabe. Die Ansichten Rowlings seien eine „Zurückweisung der Vision meines Vaters“.

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