Milo Ventimiglia: «Ich habe einmal für ein Vorsprechen gelogen»

Milo Ventimiglia alias Trey und Jennifer Lopez alias Maya in

Quelle: TOBIS Film GmbH

Milo Ventimiglia hat seine Rolle in „Manhattan Queen“ Jennifer Lopez zu verdanken. Und schwärmt im Interview in den höchsten Tönen von ihr.

Seine Fans lieben Schauspieler Milo Ventimiglia (41) aus Serien wie „Gilmore Girls“, „Heroes“ und „This Is Us – Das ist Leben“. Im Kino war er einst in „Rocky Balboa“ (2006) als Sohn der Kultfigur von Sylvester Stallone (72) zu sehen. Ab 17. Januar darf er hierzulande in „Manhattan Queen“ Jennifer Lopez (49, „Manhattan Love Story“) näher kommen. Er spielt ihren Filmfreund – weil sie das so wollte. Im Interview schwärmt Ventimiglia von der Zusammenarbeit mit J.Lo und erzählt auch, wie es mit seiner Familienplanung aussieht.

Herr Ventimiglia, wie ist Ihre Reaktion ausgefallen, als Sie gehört haben, dass Jennifer Lopez speziell Sie für die Rolle in „Manhattan Queen“ wollte?

Milo Ventimiglia: Ich habe mich geschmeichelt gefühlt, war überrascht und begeistert. Ich bin schon lange ein grosser Fan von ihr. Ich bin sehr dankbar, dass sie mich für die Rolle wollte. Dann habe ich das Drehbuch gelesen und fand die Geschichte zwischen unseren Charakteren sehr interessant.

Wie lief das erste Zusammentreffen ab?

Milo Ventimiglia: Wir kannten uns bereits, da wir uns durch unsere TV-Serien bei NBC über den Weg gelaufen sind. [Er dreht für den US-Sender „This Is Us – Das ist Leben“, J.Lo stand für „Shades of Blue“ vor der Kamera, Anmerk. d. Red.] Als wir dann anfingen, ernsthaft über den Film, die Figuren und das Drehbuch zu reden, war schnell klar, dass wir aus kreativer Sicht auf einer Wellenlänge liegen. Es tat gut, zu wissen, dass wir im Hinblick auf unsere Figuren und auch auf die Arbeit an sich die gleichen Vorstellungen haben. Da wusste ich, dass ich eine Verbündete an meiner Seite habe.

Verbindet Sie eine ähnliche Arbeitsmoral?

Milo Ventimiglia: Oh ja. Nimm die Arbeit ernst, aber nimm dich selbst nicht zu ernst. So sind Jennifer und ich.

Das klingt als hätten Sie jede Menge Spass gehabt.

Milo Ventimiglia: Den hatten wir in der Tat. Es wurde viel gelacht. Oft habe ich mich einfach zurückgelehnt und ihr und Leah [Remini, ebenfalls in „Manhattan Queen“ dabei, Anmerk. d. Red.] zugesehen. Die beiden verbindet eine langjährige Freundschaft und das merkt man. Die Crew war toll genauso wie Regisseur Peter Segal. Wir hatten eine grossartige Zeit.

Jennifer Lopez poliert im Film ihren Lebenslauf auf, um ihren Traumjob zu ergattern. Haben Sie auch schon einmal geschwindelt, um einen Job zu bekommen?

Milo Ventimiglia: Ich habe einmal für ein Vorsprechen gelogen. Als ich, 16 oder 17 Jahre alt war, wurde ich gefragt, ob ich Motorrad fahren kann und ich habe ja gesagt. Der damalige Freund meiner Schwester hat dann versucht, es mir beizubringen und ich habe kläglich versagt. Woraufhin ich nicht zum Vorsprechen gegangen bin. Es war lächerlich, aber eine gute Lektion. Denn es ist nicht unbedingt das Beste, zu lügen.

Ihre Figur in „Manhattan Queen“ wünscht sich sehnlichst eine eigene Familie. Wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus?

Milo Ventimiglia: Für mich gibt es die Familie, die man sich erschafft und die Familie, in die man hineingeboren wird. Ich versuche, nicht zu weit nach vorne zu schauen. Ich bin nicht verheiratet, ich habe keine Kinder. Familie sind für mich meine engsten Freunde, meine Schwestern, die Menschen, mit denen ich Zeit verbringe.

Familie muss für Sie also nicht blutsverwandt sein?

Milo Ventimiglia: Nein, überhaupt nicht. Ich habe noch nie Blutsverwandtschaft benötigt, damit jemand zu meiner Familie gehört. Gerade in der heutigen Zeit sollten wir uns nicht darüber definieren, sondern gegenüber vielen Menschen Akzeptanz und Mitgefühl zeigen. Ich könnte mir sogar vorstellen, in der Zukunft zu adoptieren, aber wer weiss, ob das passieren wird.

Was wollen Sie, dass die Zuschauer aus „Manhattan Queen“ mitnehmen?

Milo Ventimiglia: Was mich besonders zu dem Projekt hingezogen hat, war die Botschaft, die der Film vermittelt. Es geht um die Idee, dass wir unser Leben stets verändern können, je nachdem was wir wollen. Wenn du etwas willst, dann hol‘ es dir. Selbst wenn du glaubst, dass das dein Leben sein soll, kannst du einen zweiten Anlauf nehmen. Das Leben ist fliessend und verändert sich stetig. Ausserdem ist das Leben ganz schön lang. Es ist ein schöner Gedanke, dass wir den Kurs ändern und etwas anderes machen können.