Sigourney Weaver: Die „Sci-Fi-Queen“ in sieben Zitaten beschrieben

Keine kann Aliens so verhauen wie sie: Sigourney Weaver

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Mit Ridley Scotts „Alien“ machte sie sich unsterblich. Sie ist aber nicht nur die „Sci-Fi-Queen“, sondern so viel mehr. Dieses Jahr wird Sigourney Weaver 70 Jahre alt – Zeit, auf sieben Zitate der Schauspielerin zu blicken, die das Geburstagskind perfekt beschreiben.

Sigourney Weaver zählt zu den grössten Stars von Hollywood – und völlig zurecht. Die Schauspielerin hat mit ihrer Rolle als Lt. Ellen Ripley den Prototypen weiblicher Actionhelden des modernen Kinos erschaffen und damit Filmgeschichte geschrieben. Doch die „Sci-Fi“-Queen zeichnet noch viel mehr aus. Heute wird Sigourney Weaver 70 Jahre alt. Wir blicken auf sieben Zitate, die den Star perfekt beschreiben.

„Mit Zwölf änderte ich meinen Namen weil es mir unangenehm war, Sue oder Suzie gerufen zu werden. Weil ich so gross bin, dachte ich, ich bräuchte einen längeren Namen. Aber was geschah? Alle nennen mich jetzt Sig oder Siggy.“

Susan Alexandrea Weaver erblickte am 8. Oktober 1949 in New York das Licht der Welt. Als Jugendliche ändert sie ihren Vornamen. Seither ist sie als Sigourney bekannt. Der Name kommt nicht von ungefähr – sie wählte ihn nach „Mrs. Sigourney Howard“, einer Nebenfigur aus F. Scott Fitzgeralds „Der Grosse Gatsby“.

„Ich war manchmal ein richtiger Lackaffe und hatte eigentlich keine Lust, Kinofilme zu drehen. Alles, was ich wollte, waren Theaterrollen.“

Fast wäre es nichts geworden mit dem grossen Hollywood-Ruhm. Denn nach ihrem Abschluss an der US-Elite-Universität Yale 1974 sah sich Sigourney Weaver eher auf den Brettern, die die Welt bedeuten, anstatt auf der Leinwand. Der „Vanity Fair“ erzählte sie 2008, dass ihre erste Rolle im Theater die eines Mädchens war, das einen Igel in ihrer Vagina versteckt.

Beim Vorsprechen für die Rolle von Lt. Ellen Ripley trug die 1,82 Meter grosse Sigourney dann Stiefel mit hohen Absätzen, um extra riesig zu wirken. „Meine Einstellung zu ,Alien‘ änderte sich erst, als ich das Setdesign sah. Sehr beeindruckend“, erzählte sie.

„Jede Frau hat eine versteckte Action-Heldin in sich.“

Gut, dass das das Setdesign so beeindruckend war – wäre es das nicht gewesen, die Kinogeschichte wäre um eine ihrer ikonischsten Heldinnen ärmer gewesen. Was heute, in Zeiten von Figuren wie Rey (Daisy Ridley, 27) aus „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ immer mehr zu einer Selbstverständlichkeit wird, war 1979 weit davon entfernt: Die wenigsten Action-Filme konnten mit einer starken weiblichen Hauptrolle aufwarten.

Weaver aber bekam nicht nur eine solche Hauptrolle, sondern sie erschuf auch noch ein neues Bild einer Kino-Heldin. Ihre Ripley war weder eine Jungfrau in Nöten noch ein übersexualisiertes Abziehbild, sondern eine Arbeiterin, die über sich hinauswachsen muss, um zu überleben. Einer der grössten Action-Helden der Kinogeschichte ist fast zehn Jahre später ganz ähnlich angelegt: „Stirb langsam“-Hauptfigur John McClane (Bruce Willis, 64).

„Ich könnte diesem Alien definitiv nochmal in den Arsch treten.“

Ganze viermal spielte Sigourney die Rolle der Lt. Ellen Ripley – dabei war die Rolle ursprünglich für einen männlichen Schauspieler geschrieben worden. Gegen grosse Widerstände setzte Regisseur Ridley Scott (81) durch, dass Weaver die Rolle bekam.

Nach „Alien 3“ war für sie eigentlich Schluss mit ihrer Rolle als Alien-tötender Weltraumkriegerin. Immerhin starb die Figur am Ende des Films – in einem Finale, das sehr an James Camerons (65) Meisterwerk „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ erinnerte. Erst nach dem sie Joss Whedons (55) Drehbuchentwurf zu Teil vier gesehen hatte, war Weaver bereit, nochmal Ripley zu spielen. Ein fünftes Mal wird sie wohl nicht mehr in die Rolle schlüpfen. Sie selbst bedauert das. „Ich glaube, Ripleys Geschichte ist nicht zu Ende erzählt“, sagte sie in einem Interview 2011 einmal.

„Ich kann nicht rumsausen wie Harry Potter in seinem Unsichtbarkeits-Umhang.“

Sigourney Weaver lebt in New York. Dem britischen „Guardian“ sagte sie 2016, dass sie die Stadt liebe – allerdings nicht mit der U-Bahn fahren könne. Zu viele Fans würden nach Selfies oder Autogrammen fragen und einen Unsichtbarkeit-Umhang hat sie nicht. Ihre Liebe zu New York geht sogar so weit, dass es ihr schwerfällt, die Stadt zu verlassen: „Ich finde es immer noch schwierig, aus meinem kleinen Teich herausgenommen zu werden, um wegzugehen und jemand anderen zu spielen.“

„Ich habe immer schon Margaret Rutherford angehimmelt. So wie sie auch, würde ich gerne einmal Miss Marple spielen, wenn ich 80 bin.“

Ellen Ripley hat Sigourney Weaver hinter sich gelassen. Das ist vielleicht auch besser so, den das „Alien“-Franchise hat in den letzten Jahren eine fragwürdige Entwicklung hingelegt. Der Science-Fiction ist sie aber treu geblieben – vier „Avatar“-Filme wird es mit ihr noch geben, dazu einen weiteren „Ghostbusters“. Ob sie in zehn Jahren auch noch Sternenkriegerin sein will, steht in selbigen. Wenn es nach ihr geht, wird sie wohl eher im 16 Uhr 50 ab Paddington fiesen Mördern hinterher ermitteln.

„Wenn Sie die Leute fragen, wie man den Klimawandel stoppen kann, sagen viele ‚Windkraft und Sonnenenergie‘ […]. Es gibt aber noch eine weitere Option: Frauen ermächtigen.“

Sigourney Weaver hat Aliens mit Flammenwerfern gebrutzelt, war auf Geisterjagd und hat uns in fremde Welten entführt – doch eine liegt ihr ganz besonders am Herzen. Unser eigener Planet. Für den Erhalt unserer Erde setzt sie sich kraftvoll ein, etwa mit Dokumentarfilmen wie „Acid Test“. Beim US-Portal „Huffpost“ hatte sie ausserdem lange Zeit einen Blog, in dem sie über den Klimawandel und die Ozeane schrieb. Darin entwickelte sie 2011 den Gedanken, wer Frauen mit Bildung ausstatte, bekämpfe effektiv den Klimawandel.

Diese seien so in der Lage, „schwierige Entscheidungen in ihrem Leben selbst zu treffen“. In dem man Frauen ermächtige, trage man zur Lösung der grössten Umweltherausforderung unserer Zeit bei. Greta Thunberg (16) dürfte ihr da sicher zustimmen.